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ICH BIN VERLIEBT
cassandra, Mittwoch, 13. Oktober 2004, 21:20
Filed under: Alltag
und zwar bereits seit August.
Das Objekt meiner Begierde

ist leider viel zu teuer. Also wenn jemand so eine hat, oder jemanden kennt, der eine hat. Denkt an mich.
(Seufz)
Das Objekt meiner Begierde

ist leider viel zu teuer. Also wenn jemand so eine hat, oder jemanden kennt, der eine hat. Denkt an mich.
(Seufz)
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SEKT
cassandra, Mittwoch, 13. Oktober 2004, 20:08
Filed under: Alltag
während der Arbeitszeit ist tödlich. Vor allem auf Wick Daymed. Ich wanke jetzt mal schnell nach Hause. (Hier im Büro wird gerade ein Wasserspender installiert. WASSER? Wie wäre es mit Rotwein? Das wäre mal eine sinnvolle Maßnahme.) Hick....
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PLÄNE
cassandra, Mittwoch, 13. Oktober 2004, 20:02
Filed under: Auf Reisen
Hier fahre ich am Wochenende hin.
Und hier muss ich demnächst auch noch ganz dringend vorbeischauen.
Und hier muss ich demnächst auch noch ganz dringend vorbeischauen.
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VIELLEICHT SOLLTE ICH MAL ÜBER SEX SCHREIBEN.
cassandra, Mittwoch, 13. Oktober 2004, 18:09
Filed under: Alltag
Das scheint hier ja gut anzukommen.
Da zur Zeit Mangel an aktuellen Erfahrungen aus dem zwischen-körperlichen Bereich vertage ich das aber mal lieber...
Da zur Zeit Mangel an aktuellen Erfahrungen aus dem zwischen-körperlichen Bereich vertage ich das aber mal lieber...
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AAAAAAAAHHHHHHH....
cassandra, Mittwoch, 13. Oktober 2004, 14:49
Filed under: Alltag
Ist jemand da draussen? Warum ignoriert ihr mich? Ich will Aufmerksamkeit. Ich will mich unterhalten!!!!
(sehr einsam und sensibel, heute)
(sehr einsam und sensibel, heute)
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ICH LIEBE ...
cassandra, Dienstag, 12. Oktober 2004, 17:56
Filed under: Alltag
Baumärkte.
Während andere Damen in stundenlange Entzückungzustände angesichts hunderter in Reihen arrangierter Schuhe geraten, halte ich es in derlei Geschäften maximal zehn Minuten aus. Allein das ständige Schuhe an und aus, das Überlegen, ob ich wirklich ein kleines Vermögen für ein Fussbekleidungstück ausgeben soll, dass ich dann kaum trage, treibt mich in die schiere Verzweiflung. Und dieser leicht käsige Geruch? Stammt der von meinen Füßen oder von der Lady neben mir, die bereits den halben Nachmittag hier zu sein scheint und von zwei Verkäuferinnen gleichzeitig umgarnt wird? Schuhverkäuferinnen ignorieren mich grundsätzlich. Da stehe ich auf einem Bein, das andere elegant zur Seite gestreckt, der Fuss steckt in einem hautfarbenen Überzieher, der wohl mal ein Strumpf werden wollte (wird so etwas eigentlich extra hergestellt oder sind das die Abfallprodukte der Strumphosenindustrie?) und schaue mich Hilfe erbittend um. Es liegt nicht in meiner Art, Verkäuferinnen, die gerade hochkonzentriert in ihre Arbeit vertieft sind zu stören, also hüpfe ich der Servicekraft hinterher, die gerade nicht in ein intensives Gespräch mit ihrer Kollegin vertieft ist oder die Schuhe einer potentiellen Kundin kritisch beäugt. Alles in allem peinlich und anstrengend.
Nicht so im Baumarkt. Ich gehe grundsätzlich mit Rock und High Heels in den Baumarkt. Dann nehme ich etwas in die Hand und schaue ganz verzweifelt. Binnen wenigen Sekunden habe ich einen Kundenberater an meiner Seite der mir nicht nur mit Rat und Tat zur Seite steht, sondern auch geduldig meinen Plänen und Vorhaben lauscht. Dann begleitet der freundliche Herr mich von Regal zu Regal und sucht mir alles heraus, was ich benötige. Er würde auch meinen Einkaufswagen schieben, wenn ich ihn nett lächeln darum bitten würde. Danach erklärt er mir geduldig, wie ich meine neu erworbenen Schätzchen richtig anwende, wie man Lampen verkabelt, alte Automaten entrostet, einen Boiler reparariert. Was für ein Service. Auf diese Weise habe ich schon so manch lehrreiche und inspirierende Stunde im Heimwerkerhimmel verbracht.
Natürlich besitze ich alles, was das Herz begehrt. Vom obligatorischen Akku-Schrauber (die Luxusausführung), über Schleifgerät bis hin zur Säge. Ich liebe es kleine Projekte zu verwirklichen. Ich freue mich jedes Mal wie eine Schneekönigin, wenn eine neue Lampe hängt und esse an meinem selbstgebauten Tisch. Als nächstes steht die Restaurierung eines 40 Jahre alten Warenautomaten auf dem Programm, eine selbstgebaute Stehlampe und ein Katzenbaum. Manchmal zieht sich die Umsetzung meiner Pläne ein wenig in die Länge. Der Automat ist z.B. in alle Einzelteile zerlegt, nun bin ich mir nicht so sicher, wie ich ihn wieder zusammensetze. Aber das wird schon. Und wenn nicht, gibt es ja auch noch den Sperrmüll. Gerade eben habe ich meine Säge das erste Mal benutzt. Seit über zwei Jahren störte mich dieses 3x1 Meter große Brett in meinem Schlafzimmer, das mal ein Mosaikbild mit einer Meerjungfrau werden sollte. Das Monstrum war durch die aufgeklebten Fliesen derart schwer geworden, dass ich es kaum bewegen konnte. Ich habe es auf den Balkon gehievt und in handliche Einzelteile zerlegt. Es hat einen Riesenspaß gemacht. Ein Sägeblatt musste dran glauben, weil es plötzlich zu qualmen begann und irgendwann tauchte der junge Mann, der im Erdgeschoss des Nachbarhauses wohnt im Garten auf und schaute böse nach oben. Er war aber nicht sauer, sondern wollte sich nur vergewissern, ob das Haus gerade abgerissen wurde. Naja, ein bißchen Schwund ist immer. Jetzt bin ich schweissgebadet und glücklich.
Schuhe haben mir noch nie so ein Gefühl vermittelt.
Während andere Damen in stundenlange Entzückungzustände angesichts hunderter in Reihen arrangierter Schuhe geraten, halte ich es in derlei Geschäften maximal zehn Minuten aus. Allein das ständige Schuhe an und aus, das Überlegen, ob ich wirklich ein kleines Vermögen für ein Fussbekleidungstück ausgeben soll, dass ich dann kaum trage, treibt mich in die schiere Verzweiflung. Und dieser leicht käsige Geruch? Stammt der von meinen Füßen oder von der Lady neben mir, die bereits den halben Nachmittag hier zu sein scheint und von zwei Verkäuferinnen gleichzeitig umgarnt wird? Schuhverkäuferinnen ignorieren mich grundsätzlich. Da stehe ich auf einem Bein, das andere elegant zur Seite gestreckt, der Fuss steckt in einem hautfarbenen Überzieher, der wohl mal ein Strumpf werden wollte (wird so etwas eigentlich extra hergestellt oder sind das die Abfallprodukte der Strumphosenindustrie?) und schaue mich Hilfe erbittend um. Es liegt nicht in meiner Art, Verkäuferinnen, die gerade hochkonzentriert in ihre Arbeit vertieft sind zu stören, also hüpfe ich der Servicekraft hinterher, die gerade nicht in ein intensives Gespräch mit ihrer Kollegin vertieft ist oder die Schuhe einer potentiellen Kundin kritisch beäugt. Alles in allem peinlich und anstrengend.
Nicht so im Baumarkt. Ich gehe grundsätzlich mit Rock und High Heels in den Baumarkt. Dann nehme ich etwas in die Hand und schaue ganz verzweifelt. Binnen wenigen Sekunden habe ich einen Kundenberater an meiner Seite der mir nicht nur mit Rat und Tat zur Seite steht, sondern auch geduldig meinen Plänen und Vorhaben lauscht. Dann begleitet der freundliche Herr mich von Regal zu Regal und sucht mir alles heraus, was ich benötige. Er würde auch meinen Einkaufswagen schieben, wenn ich ihn nett lächeln darum bitten würde. Danach erklärt er mir geduldig, wie ich meine neu erworbenen Schätzchen richtig anwende, wie man Lampen verkabelt, alte Automaten entrostet, einen Boiler reparariert. Was für ein Service. Auf diese Weise habe ich schon so manch lehrreiche und inspirierende Stunde im Heimwerkerhimmel verbracht.
Natürlich besitze ich alles, was das Herz begehrt. Vom obligatorischen Akku-Schrauber (die Luxusausführung), über Schleifgerät bis hin zur Säge. Ich liebe es kleine Projekte zu verwirklichen. Ich freue mich jedes Mal wie eine Schneekönigin, wenn eine neue Lampe hängt und esse an meinem selbstgebauten Tisch. Als nächstes steht die Restaurierung eines 40 Jahre alten Warenautomaten auf dem Programm, eine selbstgebaute Stehlampe und ein Katzenbaum. Manchmal zieht sich die Umsetzung meiner Pläne ein wenig in die Länge. Der Automat ist z.B. in alle Einzelteile zerlegt, nun bin ich mir nicht so sicher, wie ich ihn wieder zusammensetze. Aber das wird schon. Und wenn nicht, gibt es ja auch noch den Sperrmüll. Gerade eben habe ich meine Säge das erste Mal benutzt. Seit über zwei Jahren störte mich dieses 3x1 Meter große Brett in meinem Schlafzimmer, das mal ein Mosaikbild mit einer Meerjungfrau werden sollte. Das Monstrum war durch die aufgeklebten Fliesen derart schwer geworden, dass ich es kaum bewegen konnte. Ich habe es auf den Balkon gehievt und in handliche Einzelteile zerlegt. Es hat einen Riesenspaß gemacht. Ein Sägeblatt musste dran glauben, weil es plötzlich zu qualmen begann und irgendwann tauchte der junge Mann, der im Erdgeschoss des Nachbarhauses wohnt im Garten auf und schaute böse nach oben. Er war aber nicht sauer, sondern wollte sich nur vergewissern, ob das Haus gerade abgerissen wurde. Naja, ein bißchen Schwund ist immer. Jetzt bin ich schweissgebadet und glücklich.
Schuhe haben mir noch nie so ein Gefühl vermittelt.
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WAS TUT MAN, WENN MAN KRANK IST?
cassandra, Sonntag, 10. Oktober 2004, 22:26
Filed under: Alltag
Richtig, man verlagert seine Ruhestatt in Richtung Wohnzimmer und macht es sich mit einer Familienpackung Tempos auf dem Sofa gemütlich. Nach einem kurzen Intermezzo mit einigen Aufsätzen über den Konstruktivismus, das in heilsamen Schlaf endete (und bei dem man Nicht-Verständnis auf den fiebrigen Kopf schieben kann), verleibte ich mir die Filme ein, die ich in den letzten Wochen im Kino verpasst habe.
50 erste Dates, Troja, Monster. Es ist erschreckend und mag durchaus auf mein zur Zeit getrübtes Wahrnehmungsvermögen zurückzuführen sein, aber der erste der genannten war am besten. Blöde, belanglose Unterhaltung, aber wenigstens konnte ich lachen.
Troja: was ist da denn schiefgelaufen? Ich habe Brad Pit - abgesehen von Thelma & Louise (und da war es entschuldbar) - noch nie in einem Film gesehen, in dem derart offensichtlich seine Wurzeln offenbahrt: als Pin-up-Poster-Boy. Widerliches Posing, das mit Schauspielerei nichts zu tun hat. Außerdem gelingt es Herrn Petersen noch nicht einmal ansatzweise, die Motivationen (besonders die auf Emotionen basierenden) der Akteure aufzuzeigen. Paris und Helena sind nur peinlich und ich fragte mich die ganze Zeit, warum nicht irgendwer sie zum Teufel schert. Bäh.
Zu Monster fällt mir nichts ein. Langweilig und deprimierend. Er läuft immer noch und ich konnte mich nur durch das Einschalten des Computers vor der nächsten Schlafattacke retten. Aber Mrs. Theron sieht so unglaublich hässlich aus - das muss wohl einen Oscar wert gewesen sein.
Man, freue ich mich darauf, morgen wieder arbeiten zu dürfen - trotz Erkältung.
50 erste Dates, Troja, Monster. Es ist erschreckend und mag durchaus auf mein zur Zeit getrübtes Wahrnehmungsvermögen zurückzuführen sein, aber der erste der genannten war am besten. Blöde, belanglose Unterhaltung, aber wenigstens konnte ich lachen.
Troja: was ist da denn schiefgelaufen? Ich habe Brad Pit - abgesehen von Thelma & Louise (und da war es entschuldbar) - noch nie in einem Film gesehen, in dem derart offensichtlich seine Wurzeln offenbahrt: als Pin-up-Poster-Boy. Widerliches Posing, das mit Schauspielerei nichts zu tun hat. Außerdem gelingt es Herrn Petersen noch nicht einmal ansatzweise, die Motivationen (besonders die auf Emotionen basierenden) der Akteure aufzuzeigen. Paris und Helena sind nur peinlich und ich fragte mich die ganze Zeit, warum nicht irgendwer sie zum Teufel schert. Bäh.
Zu Monster fällt mir nichts ein. Langweilig und deprimierend. Er läuft immer noch und ich konnte mich nur durch das Einschalten des Computers vor der nächsten Schlafattacke retten. Aber Mrs. Theron sieht so unglaublich hässlich aus - das muss wohl einen Oscar wert gewesen sein.
Man, freue ich mich darauf, morgen wieder arbeiten zu dürfen - trotz Erkältung.
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ICH BIN KRANK....
cassandra, Sonntag, 10. Oktober 2004, 15:06
Filed under: Alltag
Wattiger Kopf, Halsschmerzen, Nase läuft...
Kann man sich bei anderen Bloggern anstecken?
Wüsste nicht, wo das sonst herkommt...
Kann man sich bei anderen Bloggern anstecken?
Wüsste nicht, wo das sonst herkommt...
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FRAUEN SIND DUMM
cassandra, Freitag, 8. Oktober 2004, 17:34
Filed under: Soehne
Sehr selten natürlich, aber es kommt vor: an grenzenlose Debilität heranreichende Dämlichkeit. Das temporäre Aussetzen sämtlicher Zerebralfunktionen hat entgegen der landläufigen Meinung selten etwas mit Schuhen, Schlussverkäufen oder dem Anblick von Kleinkindern zu tun, sondern in der Regel mit dem anderen Geschlecht.
Ein Highlight der Offenbahrung meiner eigenen Dämlichkeit ereignete sich erst im vergangenen Jahr. (Womit die Theorie, dass man mit dem Alter weiser würde, auch ad absurdum geführt wird.) Ich lernte Eike auf irgendeinem Empfang kennen. Er stach mit seinen golden Löckchen und dem bübischen Grinsen angenehm erfrischend aus der Masse der anwesenden möchte-gern-kreativen-schwarze-klamotten-tragenden Werber heraus. Er hatte einen eher zierlichen Körper und strahlte die Unschuld eines griechischen Jünglings aus. Ich wollte ihn haben.
Ein paar Wochen später verhalf mir der Zufall zu einem erneuten Treffen, bei dem ich das durch langjährigen Konsum diverser Frauen-Gazetten einstudierte Repertoire weiblicher Verführungsrituale einem erneuten Test unterziehen konnte. Ich zweifle noch immer an der Wirksamkeit dieser Rituale, aber an diesem Abend zeigten sie Erfolg. Ich landete in Goldlöckchens Bett und verbrachte eine lustige Nacht. Am nächsten Morgen brachte er mich nach Hause und verabschiedete sich mit einem nonchalanten „Man sieht sich.“ So ging das ja nun gar nicht. Ich sehe mich selbst ungern als einmaligen Ausrutsch. Fazit: ich musste etwas unternehmen, um das Huren-Maria-Syndrom zu umgehen. Also das ganze umdrehen. Ein paar Tage später hörte ich, dass er mit einer dicken Erkältung bei der Arbeit sass. Also schickte ich ihm ein Care-Paket, mit den üblichen Wehwehchen-Heilern, einem Roman, Tempos und einer Tupperdose selbstgemachter Hühnersuppe. Einen solchen Überschwang „mütterlicher“ Zuwendung konnte er nicht ignorieren und so wurde ich mit einer Einladung zu einem Kochabend bei seinen Freunden belohnt. Der Abend war wirklich schön: gemeinsames Kartoffelschnippeln kombiniert mit vorsichtigem umeinander-herumschwarwenzeln endete in wildem Geknutsche zwischen schmutzigem Geschirr. Da er zuviel Wein getrunken hatte, wollte er nicht mehr mit dem Auto (mit dem wir gemeinsam hingefahren sind) zurück. Da ich aber keine Lust hatte, ein halbes Vermögen für eine Taxifahrt (seine Freunde wohnten in einem Vorort) auszugeben, bot ich an, sein Auto zu fahren. Bei dem Gefährt handelte es sich um einen älteren, tiefergelegten BMW. (Spätestens das hätte mir eine Warnung sein sollen.) Als wir in seine Straße einbogen, warnte er mich vor den Hubbeln, die man in verkehrsberuhigten Straßen üblicherweise findet. Er hatte sich erst neulich an einem solchen Hubbel die Ölwanne aufgerissen und wollte das nicht so schnell wieder riskieren. Es folgte ein Kichern von meiner Seite (jaja, bin ja nicht blöd... – außerdem fuhr ich auch nicht schneller als 30 km/h) und ein riesiger Rums. Der kam irgendwie vom Auto. Begleitet wurde der Rums von einem bestialischen Ölgestank.
Oh.
Ich parkte am Seitenrand (praktischerweise direkt vor seiner Haustür) und warf ein Blick auf die Straße. Zwanzig Meter Ölspur.
Oh oh.
Dann sah ich in sein Gesicht. Tränen standen in seinen Augen. Mit brüchiger Stimme stammelte er irgendetwas von „so teuer / was soll ich jetzt machen / nicht schon wieder / ich weiss gar nicht, wie ich das bezahlen soll / ...“ Ich nahm ihn in den Arm und versprach, dass ich mich um alles kümmern würde. Ich würde die Reparatur bezahlen und den Abschleppdienst und die Feuerwehr rufen. Das tat ich dann auch. Es klappte alles wie am Schnürchen. Der ADAC war innerhalb kürzester Zeit da. Fast zur gleichen Zeit traf die Feuerwehr ein, mit denen ich die Formalitäten regelte. In den drei Tagen, die sein Auto in der Werkstatt stand, lieh ich ihm meinen Wagen, damit er nicht mit der Straßenbahn zur Arbeit fahren musste. Ich habe noch lange an diese aufregende Nacht zurückgedacht. Nicht zuletzt wurden meine Erinnerungen auch wegen der mit einem Haarteppich überzogenen Sitze meines Autos, die sein Hund freundlicherweise großzügig hinterlassen hatte, lebendig gehalten.
Der erste Kostenvoranschlag der Werkstatt belief sich auf EINTAUSEND Euro. Schluck. Mal abgesehen davon, dass ich prinzipiell ein Minus vor meinem Kontostand habe, wollte ich in bälde in den Urlaub fahren. Tja. Sollte wohl nicht sein.
Zum Glück war es dann doch nur die kleine Ölwanne: DREIHUNDERT Euro. Naja, zu diesem Zeitpunkt war ich nur glücklich, dass es sooo viel weniger war, als erwartet.
Das nächste Malheur folgte nach ein paar Wochen. Wir hatten es uns bei Kerzenschein mit einer Flasche Wein auf seiner Matratze, die das Bett darstellen sollte bequem gemacht und taten Dinge, die man üblicherweise zu zweit auf Matratzen tut, wenn man nicht gerade schläft. Im Eifer des Gefechts, während eines improvisierten Stellungswechsels passierte es dann. Mein Fuss stiess gegen die offene, auf dem Fussboden stehende Weinflasche. Die fiel und traf sein Handy. Selbiges war kurz zusammengefasst: im Arsch. Nix ging mehr. Wieder schaute ich in ein Paar von Trauer umhüllte Augen. Um einem erneuten Zusammenbruch vorzubeugen, bot ich daher schnell an, mich auch darum zu kümmern. Zu diesem Zeitpunkt, glaubte ich noch, dass ich als Firmenhandybesitzer und somit herausragend umsatzstarker Kunde eines bestimmten Mobilfunkanbieters, sicherlich problemlos an ein neues Handy kommen würde. Dem war nicht so. Aber versprochen ist versprochen. Ich kaufte ihm über Ebay ein neues Handy: EINHUNDERT Euro. Auch wenn sich inzwischen eine kleine Stimme in meinem Kopf bemerkbar machte, die mir sagte: DU hast das Handy nicht neben das Bett gelegt, DU hast die offene Weinflasche nicht dorthin gestellt, DU hast auch nicht allein auf seiner Matratze gelegen und aus Spaß mit den Beinen gestrampelt.
Es mag sein, dass ich ab und zu ein wenig zur Tolpatschigkeit tendiere. Auch bin ich so erzogen worden, dass ich für meine Fehler Verantwortung übernehme. Aber man kann doch von männlicher Seite auch ein wenig Großzügigkeit oder ein Angebot zum Teilen der Kosten erwarten, oder?
Ein paar Wochen später rief er mich in der Firma an, weil ich seine Bitten um Rückruf ignorierte. Er wollte wissen, was er mit der Rechnung von der Feuerwehr für die Beseitigung der Ölspur machen sollte. EINHUNDERT Euro. Ich schickte ein zickiges „ja was glaubst Du wohl“ durch den Hörer und wir „einigten“ uns schließlich auf Hälfte / Hälfte.
Seitdem haben wir uns nicht mehr getroffen. Ab und an beschwert er sich per SMS oder auf meiner Mailbox darüber. Vermutlich braucht er einen neuen Fernsehr. Aber ehrlich gesagt war mir der Goldjunge einfach zu teuer geworden.
P.S.: Ich habe übrigens kurz danach endlich eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Man weiss ja nie...
Ein Highlight der Offenbahrung meiner eigenen Dämlichkeit ereignete sich erst im vergangenen Jahr. (Womit die Theorie, dass man mit dem Alter weiser würde, auch ad absurdum geführt wird.) Ich lernte Eike auf irgendeinem Empfang kennen. Er stach mit seinen golden Löckchen und dem bübischen Grinsen angenehm erfrischend aus der Masse der anwesenden möchte-gern-kreativen-schwarze-klamotten-tragenden Werber heraus. Er hatte einen eher zierlichen Körper und strahlte die Unschuld eines griechischen Jünglings aus. Ich wollte ihn haben.
Ein paar Wochen später verhalf mir der Zufall zu einem erneuten Treffen, bei dem ich das durch langjährigen Konsum diverser Frauen-Gazetten einstudierte Repertoire weiblicher Verführungsrituale einem erneuten Test unterziehen konnte. Ich zweifle noch immer an der Wirksamkeit dieser Rituale, aber an diesem Abend zeigten sie Erfolg. Ich landete in Goldlöckchens Bett und verbrachte eine lustige Nacht. Am nächsten Morgen brachte er mich nach Hause und verabschiedete sich mit einem nonchalanten „Man sieht sich.“ So ging das ja nun gar nicht. Ich sehe mich selbst ungern als einmaligen Ausrutsch. Fazit: ich musste etwas unternehmen, um das Huren-Maria-Syndrom zu umgehen. Also das ganze umdrehen. Ein paar Tage später hörte ich, dass er mit einer dicken Erkältung bei der Arbeit sass. Also schickte ich ihm ein Care-Paket, mit den üblichen Wehwehchen-Heilern, einem Roman, Tempos und einer Tupperdose selbstgemachter Hühnersuppe. Einen solchen Überschwang „mütterlicher“ Zuwendung konnte er nicht ignorieren und so wurde ich mit einer Einladung zu einem Kochabend bei seinen Freunden belohnt. Der Abend war wirklich schön: gemeinsames Kartoffelschnippeln kombiniert mit vorsichtigem umeinander-herumschwarwenzeln endete in wildem Geknutsche zwischen schmutzigem Geschirr. Da er zuviel Wein getrunken hatte, wollte er nicht mehr mit dem Auto (mit dem wir gemeinsam hingefahren sind) zurück. Da ich aber keine Lust hatte, ein halbes Vermögen für eine Taxifahrt (seine Freunde wohnten in einem Vorort) auszugeben, bot ich an, sein Auto zu fahren. Bei dem Gefährt handelte es sich um einen älteren, tiefergelegten BMW. (Spätestens das hätte mir eine Warnung sein sollen.) Als wir in seine Straße einbogen, warnte er mich vor den Hubbeln, die man in verkehrsberuhigten Straßen üblicherweise findet. Er hatte sich erst neulich an einem solchen Hubbel die Ölwanne aufgerissen und wollte das nicht so schnell wieder riskieren. Es folgte ein Kichern von meiner Seite (jaja, bin ja nicht blöd... – außerdem fuhr ich auch nicht schneller als 30 km/h) und ein riesiger Rums. Der kam irgendwie vom Auto. Begleitet wurde der Rums von einem bestialischen Ölgestank.
Oh.
Ich parkte am Seitenrand (praktischerweise direkt vor seiner Haustür) und warf ein Blick auf die Straße. Zwanzig Meter Ölspur.
Oh oh.
Dann sah ich in sein Gesicht. Tränen standen in seinen Augen. Mit brüchiger Stimme stammelte er irgendetwas von „so teuer / was soll ich jetzt machen / nicht schon wieder / ich weiss gar nicht, wie ich das bezahlen soll / ...“ Ich nahm ihn in den Arm und versprach, dass ich mich um alles kümmern würde. Ich würde die Reparatur bezahlen und den Abschleppdienst und die Feuerwehr rufen. Das tat ich dann auch. Es klappte alles wie am Schnürchen. Der ADAC war innerhalb kürzester Zeit da. Fast zur gleichen Zeit traf die Feuerwehr ein, mit denen ich die Formalitäten regelte. In den drei Tagen, die sein Auto in der Werkstatt stand, lieh ich ihm meinen Wagen, damit er nicht mit der Straßenbahn zur Arbeit fahren musste. Ich habe noch lange an diese aufregende Nacht zurückgedacht. Nicht zuletzt wurden meine Erinnerungen auch wegen der mit einem Haarteppich überzogenen Sitze meines Autos, die sein Hund freundlicherweise großzügig hinterlassen hatte, lebendig gehalten.
Der erste Kostenvoranschlag der Werkstatt belief sich auf EINTAUSEND Euro. Schluck. Mal abgesehen davon, dass ich prinzipiell ein Minus vor meinem Kontostand habe, wollte ich in bälde in den Urlaub fahren. Tja. Sollte wohl nicht sein.
Zum Glück war es dann doch nur die kleine Ölwanne: DREIHUNDERT Euro. Naja, zu diesem Zeitpunkt war ich nur glücklich, dass es sooo viel weniger war, als erwartet.
Das nächste Malheur folgte nach ein paar Wochen. Wir hatten es uns bei Kerzenschein mit einer Flasche Wein auf seiner Matratze, die das Bett darstellen sollte bequem gemacht und taten Dinge, die man üblicherweise zu zweit auf Matratzen tut, wenn man nicht gerade schläft. Im Eifer des Gefechts, während eines improvisierten Stellungswechsels passierte es dann. Mein Fuss stiess gegen die offene, auf dem Fussboden stehende Weinflasche. Die fiel und traf sein Handy. Selbiges war kurz zusammengefasst: im Arsch. Nix ging mehr. Wieder schaute ich in ein Paar von Trauer umhüllte Augen. Um einem erneuten Zusammenbruch vorzubeugen, bot ich daher schnell an, mich auch darum zu kümmern. Zu diesem Zeitpunkt, glaubte ich noch, dass ich als Firmenhandybesitzer und somit herausragend umsatzstarker Kunde eines bestimmten Mobilfunkanbieters, sicherlich problemlos an ein neues Handy kommen würde. Dem war nicht so. Aber versprochen ist versprochen. Ich kaufte ihm über Ebay ein neues Handy: EINHUNDERT Euro. Auch wenn sich inzwischen eine kleine Stimme in meinem Kopf bemerkbar machte, die mir sagte: DU hast das Handy nicht neben das Bett gelegt, DU hast die offene Weinflasche nicht dorthin gestellt, DU hast auch nicht allein auf seiner Matratze gelegen und aus Spaß mit den Beinen gestrampelt.
Es mag sein, dass ich ab und zu ein wenig zur Tolpatschigkeit tendiere. Auch bin ich so erzogen worden, dass ich für meine Fehler Verantwortung übernehme. Aber man kann doch von männlicher Seite auch ein wenig Großzügigkeit oder ein Angebot zum Teilen der Kosten erwarten, oder?
Ein paar Wochen später rief er mich in der Firma an, weil ich seine Bitten um Rückruf ignorierte. Er wollte wissen, was er mit der Rechnung von der Feuerwehr für die Beseitigung der Ölspur machen sollte. EINHUNDERT Euro. Ich schickte ein zickiges „ja was glaubst Du wohl“ durch den Hörer und wir „einigten“ uns schließlich auf Hälfte / Hälfte.
Seitdem haben wir uns nicht mehr getroffen. Ab und an beschwert er sich per SMS oder auf meiner Mailbox darüber. Vermutlich braucht er einen neuen Fernsehr. Aber ehrlich gesagt war mir der Goldjunge einfach zu teuer geworden.
P.S.: Ich habe übrigens kurz danach endlich eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Man weiss ja nie...
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