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P.S.
cassandra, Montag, 10. Januar 2005, 23:47
Filed under: Alltag
Merke gerade, dass Tage, die beschissen anfangen, in der Regel auch so enden.
Ich gehe jetzt nach Hause, um mich zu betrinken.
Und morgen lasse ich eine Klausel in meinen Arbeitsvertrag einfügen, die besagt, dass ich nie wieder Montags arbeiten muss.
Ich gehe jetzt nach Hause, um mich zu betrinken.
Und morgen lasse ich eine Klausel in meinen Arbeitsvertrag einfügen, die besagt, dass ich nie wieder Montags arbeiten muss.
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NACHTRAG ZUM HEUTIGEN MONTAG
cassandra, Montag, 10. Januar 2005, 23:47
Filed under: Alltag
... oder sich gleich selbst erschießen, wenn man um diese Zeit noch immer im Büro sitzt, die Zigaretten seit drei Stunden alle sind, man bisher keinen einzigen Tropfen Rotwein getrunken hat und die einzige Nahrung, die man in den letzten 14 Stunden zu sich genommen hat, aus einem morgendlichen Toast und einem Bounty Mini bestand.
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HEUTE
cassandra, Montag, 10. Januar 2005, 23:46
Filed under: Alltag
Der Tag beginnt auf beschissene Art und Weise mit einer Heulattacke. Grund für die Tränen sind nicht Trauer oder Verzweiflung, sondern unbändige, blutdürstende Wut. Ich bin kurz davor, alles hinzuwerfen und nach Hause zu gehen.
Warum steigen Frauen eigentlich in solchen Situationen immer die Tränen in die Augen?
Merken: Frau sollte die Dinge weniger als persönliche Angriffe, sondern vielmehr als Motivation für Amokläufe betrachten.
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WOCHENRÜCKBLICK
cassandra, Montag, 10. Januar 2005, 16:29
Filed under: Alltag
Montag, 3. Januar
Mein entleerter Kopf kollidiert mit den Anforderungen des ersten Arbeitstages. Der Tag beginnt mit dem obligatorischen Montagsmeeting, in dessen Zuge auch an mich das Wort gerichtet wird, um den Stand meiner Projekte zu rapportieren. Welche Projekte? Stand? Wieso ich? Zwischen heute und dem letzten Jahr liegen gefühlte Monate. Das letzte Jahr hat sämtlich Resourcen belegt. Es blieb nur der der Druck auf den „Delete all button“. Alles auf Anfang.
In 10 Tagen darf ich erstmals im Rahmen einer kleinen Vernissage einige Fotografien ausstellen. Bisher habe ich erst drei Bilder ausgewählt. Ein wenig dünn. Ich habe jedoch die drei Filme der letzten zwei Wochen in der Tasche und eile ins Labor.
Am Nachmittag sehe ich die Resultate. Glück gehabt, zwei sind gut. Ich bestelle riesige Abzüge und bin leicht geschockt, als ich erfahre, dass die Abzüge und die Rahmung ca. zwei Wochen in Anspruch nehmen. Oha.
Ich reiche die Bilder dann eben einige Tage nach der Ausstellung nach...
Nachtrag: Ich vergaß meine abendliche Lampenaufhängaktion zu erwähnen. Zu Weihnachten habe ich mich mal wieder mit einer 70er Jahre Hängelampe beschenkt. Nun verfüge ich in meinem Haushalt über dreimal so viel Lampen wie Räumlichkeiten. Ich glaube, ich benötige eine neue Wohnung.
Die Aktion glich einer Operation am offenen Herzen. Mit nicht-abgeschalteten Sicherungen (mein Verhalten nimmt im Zusammenhang mit elektrischen Installationen langsam männliche Züge an) hievte ich das aus sieben Leuchtkörpern bestehende Ungetüm an die Decke. Als das Monster endlich hing, brannte nur eine einzige Birne. Also alles wieder runter und erst einmal alle vorhandenen Verbindungen auseinandergeschnitten und im Dämmerlicht der verbliebenen Lampen mit Schweissperlen auf der Stirn nach eigenem Gustus neu verkabelt.
Jetzt hängt sie, leuchtet den Raum anheimelnd im warmen Licht aus und ich bin stolz.
Überwältigt angesichts meiner herausragenden Verkabelungsfähigkeiten habe ich beschlossen, 2005 eine eigene Leuchtenkollektion zu produzieren und ein Lampenimperium aufzubauen.
Dienstag, 4. Januar
Heute darf ich doch einen ersten Blick auf einen Test-Abzug werfen. Ich bin sprachlos. Das Labor hat die leicht ausbrennende Ziegelsteinwand nachbelichtet. Es sieht wirklich toll aus. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich ab sofort alle Fotos in 80x60 abziehen lassen.
Mittwoch, 5. Januar
Um 18:30 Uhr erwähnt mein Chef beiläufig, dass ich zur Filmpremiere von „Alles auf Zucker“ fahren soll. Kein Problem. Sechzig Minuten Zeit, um nach Hause zu fahren, Farbe in das Büroergraute Gesicht zu bringen, Zähne putzen, vor dem Kleiderschrank grübeln, was frau wohl zu einer Filmpremiere trägt, der anrufenden Versicherungsmaklerin klar machen, dass man gerade so etwas von keine Zeit hat, weil man auf dem Weg zu einer Filmpremiere ist (stets darauf achten, den eigenen Marktwert zu steigern) und mal eben von Düsseldorf nach Köln zu heizen.
Ich wäre sogar pünktlich dort eingetroffen, wenn ich mich nicht vollkommen in feindlichen Gefilden verfahren hätte. Tückischerweise und aus lauter Bosheit hatte das Kino für seine Gäste aus Düsseldorf den Weg von der Autobahnabfahrt mit ca. 2 Kilometern bemessen. Tatsächlich handelte es sich jedoch um 800 Meter. Dank meines fuchsigen im Kreisegefahre und der halbstündigen Verspätung der Vorstellung kam ich zwar spät doch rechtzeitig.
Der Film war äusserst amüsant. Dani Levys Filme zeichnen sich jedoch stets durch einen mehr oder weniger feinen Humor aus.
Die anschließende Party hatte Potential zu einer großen Sause. Vermutlich war die dargereichte Suppe, in der dunkle Fleischwürfelchen und Möhrenscheibchen schwammen, die erste koschere Mahlzeit meines Lebens.
Ich verfalle nur leider stets in vollkommene Apathie, die vermutlich in meiner periodisch auftretenen Schüchternheit begründet liegt, wenn ich mir auf Partys alleine die Füße in den Bauch stehe. In solchen Momenten zelebriere ich die empfundene Einsamkeit zwischen hunderten von Menschen.
Diesmal fand ich jedoch einen Herren, der sich bemüssigt fühlte, sich meiner anzunehmen. Er war Feuerwehrmann und fachsimpelte mit mir über die bürokratischen Gegebenheiten beim Einsatz von Feuerwehrautos und Krankenwagen bei Dreharbeiten. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ergriff ich die Flucht.
Donnerstag, 6. Januar
Heute sind alle fünf Abzüge fertig. Erstmalig schwinden die Nervösität und die Selbstzweifel. Ich bin fast ein wenig stolz und werde von den Damen im Labor inzwischen mit dem gleichen Respekt behandelt, wie ein echter Fotograf. Kein Wunder bei den Mengen an Geld, die ich bei Ihnen lasse.
Freitag, 7. Januar
Cassandra auf Mission erneut in feindliche Kölner Gefilde. Herr Kinomu hatte mir bei meinem Ausflug nach Wien zwei Kisten Wein für zwei misteriöse Blogger mitgegeben, die ich heute zustellen wollte. Im Büro entbrannte ein hitzige Diskussion darüber, dass ich den Abend mit zwei mir unbekannten Herren verbringen würde. Wir stellten jedoch schnell fest, dass Männerwohngemeinschaften in der Regel stets mit mindestens drei Exemplaren bestückt sind und das es sich bei den zu besuchenden wohl eher um ein Pärchen handeln müsste. Nach erneutem halbstündigenimkreisgefahre (ich lasse mich an dieser Stelle mal nicht über die unzureichende Straßenbeschilderung in Köln aus) öffnete mir zu meinem großen Erstaunen eine durchaus als leichtbekleidet zu bezeichnende Dame die Türe. Sie trug ein Hauch von einem T-Shirt mit passendem Slip. Das schwule Paar hatte wohl gerade Besuch. So sind sie, die Blogger...
Aber so etwas haben wir ja nun alle schon einmal gesehen. Mir öffnete einmal nach meinem Einzug eine Nachbarin die Tür, die freudig schwatzend in ein Handtuch gehüllt war, das herunterrutschte und ihre Brust offenlegte. Sie stand fast eine Viertelstunde im Türrahmen, mit heraushängendem Drüsengewebe und schnatterte, während ich versuchte, den Blick nicht von ihren Augen abzuwenden.
Dagegen war die Szene am Freitag eher harmlos. Es stellte sich relativ schnell heraus, dass ich aus dem ungewöhnlichen realen Namen der Bloggerin fälschlicherweise auf einen Herren geschlossen hatte. Wir haben uns sehr nett unterhalten und es war schön, mal wieder einen Eindruck der Person zu bekommen, die hinter den Worten steht. Ich hoffe, dass ich in Zukunft diese Bekanntschhaft vertiefen kann.
Jetzt kenne ich ja zumindest den Weg.
Samstag, 8. Januar
Ein nicht-existenter Tag zwischen Lesen, Filme schauen, weiteren Abschleifmassakern im Wohnzimmer, gefolgt von Großreinemachen, Kiste bauen, in der Wohnung rumwuseln und viel Wein währenddessen trinken.
Sonntag, 9. Januar
Heute war ich im Kino. Leider konnte "The House of Flying Daggers" mich nicht so tief beeindruckt zurücklassen, wie „Hero“ oder „Tiger und Dragon“. Vermutlich liegt es daran, dass diese Story weniger auf Magie und Legenden beruht, sondern seine Geschichte um eine reale Liebe ranken lässt, die stellenweise nicht immer nachvollziehbar ist. Eine grandiose Szene am Beginn der Films, in dem die Hauptakteurin einen spektakulären Tanz darbietet, steigerte die Erwartungen ins unermessliche. Selbige konnten im folgenden nur enttäuscht werden, da man die Kampfszenen in ähnlicher und ungleich besserer Choreografie (Kampf in den Bäumen) bereits schon in „Hero“ gesehen hat. Überhaupt gab es unglaublich viele Bäume. Den Kommentar meiner Begleitung „man sieht den Film vor lauter Bäumen kaum“, ließ mich schmunzeln, beinhaltete jedoch ein Körnchen Wahrheit.
nachträgliche Relativierung:
Jedoch zweifelsohne bietet der Film wunderschöne Kostüme, beeindruckende Herbstlandschaften, eine hinreissende Farbigkeit und wundervolle Bildkompositionen.
Das anschauen lohnt und man sollte nicht warten, bis der Film auf Video erscheint, da die Bilder eine große Leinwand verdienen.
Mein entleerter Kopf kollidiert mit den Anforderungen des ersten Arbeitstages. Der Tag beginnt mit dem obligatorischen Montagsmeeting, in dessen Zuge auch an mich das Wort gerichtet wird, um den Stand meiner Projekte zu rapportieren. Welche Projekte? Stand? Wieso ich? Zwischen heute und dem letzten Jahr liegen gefühlte Monate. Das letzte Jahr hat sämtlich Resourcen belegt. Es blieb nur der der Druck auf den „Delete all button“. Alles auf Anfang.
In 10 Tagen darf ich erstmals im Rahmen einer kleinen Vernissage einige Fotografien ausstellen. Bisher habe ich erst drei Bilder ausgewählt. Ein wenig dünn. Ich habe jedoch die drei Filme der letzten zwei Wochen in der Tasche und eile ins Labor.
Am Nachmittag sehe ich die Resultate. Glück gehabt, zwei sind gut. Ich bestelle riesige Abzüge und bin leicht geschockt, als ich erfahre, dass die Abzüge und die Rahmung ca. zwei Wochen in Anspruch nehmen. Oha.
Ich reiche die Bilder dann eben einige Tage nach der Ausstellung nach...
Nachtrag: Ich vergaß meine abendliche Lampenaufhängaktion zu erwähnen. Zu Weihnachten habe ich mich mal wieder mit einer 70er Jahre Hängelampe beschenkt. Nun verfüge ich in meinem Haushalt über dreimal so viel Lampen wie Räumlichkeiten. Ich glaube, ich benötige eine neue Wohnung.
Die Aktion glich einer Operation am offenen Herzen. Mit nicht-abgeschalteten Sicherungen (mein Verhalten nimmt im Zusammenhang mit elektrischen Installationen langsam männliche Züge an) hievte ich das aus sieben Leuchtkörpern bestehende Ungetüm an die Decke. Als das Monster endlich hing, brannte nur eine einzige Birne. Also alles wieder runter und erst einmal alle vorhandenen Verbindungen auseinandergeschnitten und im Dämmerlicht der verbliebenen Lampen mit Schweissperlen auf der Stirn nach eigenem Gustus neu verkabelt.
Jetzt hängt sie, leuchtet den Raum anheimelnd im warmen Licht aus und ich bin stolz.
Überwältigt angesichts meiner herausragenden Verkabelungsfähigkeiten habe ich beschlossen, 2005 eine eigene Leuchtenkollektion zu produzieren und ein Lampenimperium aufzubauen.
Dienstag, 4. Januar
Heute darf ich doch einen ersten Blick auf einen Test-Abzug werfen. Ich bin sprachlos. Das Labor hat die leicht ausbrennende Ziegelsteinwand nachbelichtet. Es sieht wirklich toll aus. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich ab sofort alle Fotos in 80x60 abziehen lassen.
Mittwoch, 5. Januar
Um 18:30 Uhr erwähnt mein Chef beiläufig, dass ich zur Filmpremiere von „Alles auf Zucker“ fahren soll. Kein Problem. Sechzig Minuten Zeit, um nach Hause zu fahren, Farbe in das Büroergraute Gesicht zu bringen, Zähne putzen, vor dem Kleiderschrank grübeln, was frau wohl zu einer Filmpremiere trägt, der anrufenden Versicherungsmaklerin klar machen, dass man gerade so etwas von keine Zeit hat, weil man auf dem Weg zu einer Filmpremiere ist (stets darauf achten, den eigenen Marktwert zu steigern) und mal eben von Düsseldorf nach Köln zu heizen.Ich wäre sogar pünktlich dort eingetroffen, wenn ich mich nicht vollkommen in feindlichen Gefilden verfahren hätte. Tückischerweise und aus lauter Bosheit hatte das Kino für seine Gäste aus Düsseldorf den Weg von der Autobahnabfahrt mit ca. 2 Kilometern bemessen. Tatsächlich handelte es sich jedoch um 800 Meter. Dank meines fuchsigen im Kreisegefahre und der halbstündigen Verspätung der Vorstellung kam ich zwar spät doch rechtzeitig.
Der Film war äusserst amüsant. Dani Levys Filme zeichnen sich jedoch stets durch einen mehr oder weniger feinen Humor aus.
Die anschließende Party hatte Potential zu einer großen Sause. Vermutlich war die dargereichte Suppe, in der dunkle Fleischwürfelchen und Möhrenscheibchen schwammen, die erste koschere Mahlzeit meines Lebens.
Ich verfalle nur leider stets in vollkommene Apathie, die vermutlich in meiner periodisch auftretenen Schüchternheit begründet liegt, wenn ich mir auf Partys alleine die Füße in den Bauch stehe. In solchen Momenten zelebriere ich die empfundene Einsamkeit zwischen hunderten von Menschen.
Diesmal fand ich jedoch einen Herren, der sich bemüssigt fühlte, sich meiner anzunehmen. Er war Feuerwehrmann und fachsimpelte mit mir über die bürokratischen Gegebenheiten beim Einsatz von Feuerwehrautos und Krankenwagen bei Dreharbeiten. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ergriff ich die Flucht.
Donnerstag, 6. Januar
Heute sind alle fünf Abzüge fertig. Erstmalig schwinden die Nervösität und die Selbstzweifel. Ich bin fast ein wenig stolz und werde von den Damen im Labor inzwischen mit dem gleichen Respekt behandelt, wie ein echter Fotograf. Kein Wunder bei den Mengen an Geld, die ich bei Ihnen lasse.
Freitag, 7. Januar
Cassandra auf Mission erneut in feindliche Kölner Gefilde. Herr Kinomu hatte mir bei meinem Ausflug nach Wien zwei Kisten Wein für zwei misteriöse Blogger mitgegeben, die ich heute zustellen wollte. Im Büro entbrannte ein hitzige Diskussion darüber, dass ich den Abend mit zwei mir unbekannten Herren verbringen würde. Wir stellten jedoch schnell fest, dass Männerwohngemeinschaften in der Regel stets mit mindestens drei Exemplaren bestückt sind und das es sich bei den zu besuchenden wohl eher um ein Pärchen handeln müsste. Nach erneutem halbstündigenimkreisgefahre (ich lasse mich an dieser Stelle mal nicht über die unzureichende Straßenbeschilderung in Köln aus) öffnete mir zu meinem großen Erstaunen eine durchaus als leichtbekleidet zu bezeichnende Dame die Türe. Sie trug ein Hauch von einem T-Shirt mit passendem Slip. Das schwule Paar hatte wohl gerade Besuch. So sind sie, die Blogger...
Aber so etwas haben wir ja nun alle schon einmal gesehen. Mir öffnete einmal nach meinem Einzug eine Nachbarin die Tür, die freudig schwatzend in ein Handtuch gehüllt war, das herunterrutschte und ihre Brust offenlegte. Sie stand fast eine Viertelstunde im Türrahmen, mit heraushängendem Drüsengewebe und schnatterte, während ich versuchte, den Blick nicht von ihren Augen abzuwenden.
Dagegen war die Szene am Freitag eher harmlos. Es stellte sich relativ schnell heraus, dass ich aus dem ungewöhnlichen realen Namen der Bloggerin fälschlicherweise auf einen Herren geschlossen hatte. Wir haben uns sehr nett unterhalten und es war schön, mal wieder einen Eindruck der Person zu bekommen, die hinter den Worten steht. Ich hoffe, dass ich in Zukunft diese Bekanntschhaft vertiefen kann.
Jetzt kenne ich ja zumindest den Weg.
Samstag, 8. Januar
Ein nicht-existenter Tag zwischen Lesen, Filme schauen, weiteren Abschleifmassakern im Wohnzimmer, gefolgt von Großreinemachen, Kiste bauen, in der Wohnung rumwuseln und viel Wein währenddessen trinken.
Sonntag, 9. Januar
Heute war ich im Kino. Leider konnte "The House of Flying Daggers" mich nicht so tief beeindruckt zurücklassen, wie „Hero“ oder „Tiger und Dragon“. Vermutlich liegt es daran, dass diese Story weniger auf Magie und Legenden beruht, sondern seine Geschichte um eine reale Liebe ranken lässt, die stellenweise nicht immer nachvollziehbar ist. Eine grandiose Szene am Beginn der Films, in dem die Hauptakteurin einen spektakulären Tanz darbietet, steigerte die Erwartungen ins unermessliche. Selbige konnten im folgenden nur enttäuscht werden, da man die Kampfszenen in ähnlicher und ungleich besserer Choreografie (Kampf in den Bäumen) bereits schon in „Hero“ gesehen hat. Überhaupt gab es unglaublich viele Bäume. Den Kommentar meiner Begleitung „man sieht den Film vor lauter Bäumen kaum“, ließ mich schmunzeln, beinhaltete jedoch ein Körnchen Wahrheit.nachträgliche Relativierung:
Jedoch zweifelsohne bietet der Film wunderschöne Kostüme, beeindruckende Herbstlandschaften, eine hinreissende Farbigkeit und wundervolle Bildkompositionen.
Das anschauen lohnt und man sollte nicht warten, bis der Film auf Video erscheint, da die Bilder eine große Leinwand verdienen.
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IMPRESSIONEN, GESAMMELT AUF DER SUCHE NACH INNERER RUHE
cassandra, Samstag, 1. Januar 2005, 20:30
Filed under: Fotografien
Ich bin in den letzten zwei Wochen viel spazieren gegangen.
Therapie gegen einen übermässigen Hang zum ziellosen Aktionismus, der augenblicklich, nicht einmal neun Monate von einem 30. Geburtstag entfernt, in ein K(r)ampf um Selbstverwirklichung ausartet.
Ein Selbstversuch, sich gepflegt zu langweilen, weil dies die Moral von Frau Bergs Buch war: Langeweile wandelt sich in dem Moment, in dem man sie als angenehm empfindet zu:
Ruhe.
Ausgeglichenheit.
Glück.
19.12.04
Eine Industrieanlage in Hackenbroich warf sich mir in den Weg, weshalb ich eine Stunde zu spät zum Geburtstag meiner Schwester kam.

24.-26.12.04
Passow in Mecklenburg Vorpommern, vor der Haustür meiner Eltern.


26.12.04
Rügendamm in Stralsund.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag in dreihundert Euro Schuhen durch den Schlamm gewatet, weil meine Eltern der 13-köpfigen familiären Festtagstafel überdrüssig wurden.
Sie: "Cassandra will unbedingt die Hafenanlagen fotografieren. Wir fahren jetzt mit ihr dorthin."
Ich: "Nein, jetzt nicht. Wenn überhaupt möchte ich sie nachts fotografieren."
Wieder Sie: "Doch. Jetzt. Wir müssen uns das ganze schon mal bei Tage ansehen."
Erschreckend, wenn die eigenen Eltern die Tochter als Alibi missbrauchen.


27.12.04
Hafen in Hamburg.
Ewig rumgefahren, um einen geeigneten Standort zu finden. Auf legale Weise ist das nicht möglich.

29.12.04
Auf das Meer gestarrt und mich gewundert, dass ein paar Tonnen friedlicher Materie so wütend werden können.

29.12.04
Die aparte Ölraffenerie von DEA in Hemmingstedt.

01.01.05
Landschaftspark Duisburg mit altem Industriekram.

02.01.05
Ausflug zu BASF in Ludwigshafen.

Ludwigshafen ist ein wenig hässlich, aber es hat viel hübsches Licht und Eingeborene, die sonntags unter Starkstrommasten lustwandeln.

Dieser Dreikäsehoch von einem See versperrte mir den Weg zu BASF.

Ein erneutes Hindernis wirft sich mir in den Weg. Fragt sich, wie schnell ich rennen kann.

Der Himmel übertrifft sich selbst und immer noch keine rauchenden Schornsteine in Sicht.

Chemiekonzerne (und dies fiel mir schon bei Bayer auf) legen großen Wert auf umweltbewusste Fortbewegung.

Dank des firmeneigenen Parkhauses und der einladenen offenen Schranke, gelingt mir endlich doch noch ein Blick auf die Anlagen. Für ein gutes Foto reicht es aber nicht.
550 km gefahren und einen Tag verschwendet, ohne ein einziges brauchbares Bild zu machen...
Therapie gegen einen übermässigen Hang zum ziellosen Aktionismus, der augenblicklich, nicht einmal neun Monate von einem 30. Geburtstag entfernt, in ein K(r)ampf um Selbstverwirklichung ausartet.
Ein Selbstversuch, sich gepflegt zu langweilen, weil dies die Moral von Frau Bergs Buch war: Langeweile wandelt sich in dem Moment, in dem man sie als angenehm empfindet zu:
Ruhe.
Ausgeglichenheit.
Glück.
19.12.04
Eine Industrieanlage in Hackenbroich warf sich mir in den Weg, weshalb ich eine Stunde zu spät zum Geburtstag meiner Schwester kam.

24.-26.12.04
Passow in Mecklenburg Vorpommern, vor der Haustür meiner Eltern.


26.12.04
Rügendamm in Stralsund.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag in dreihundert Euro Schuhen durch den Schlamm gewatet, weil meine Eltern der 13-köpfigen familiären Festtagstafel überdrüssig wurden.
Sie: "Cassandra will unbedingt die Hafenanlagen fotografieren. Wir fahren jetzt mit ihr dorthin."
Ich: "Nein, jetzt nicht. Wenn überhaupt möchte ich sie nachts fotografieren."
Wieder Sie: "Doch. Jetzt. Wir müssen uns das ganze schon mal bei Tage ansehen."
Erschreckend, wenn die eigenen Eltern die Tochter als Alibi missbrauchen.


27.12.04
Hafen in Hamburg.
Ewig rumgefahren, um einen geeigneten Standort zu finden. Auf legale Weise ist das nicht möglich.

29.12.04
Auf das Meer gestarrt und mich gewundert, dass ein paar Tonnen friedlicher Materie so wütend werden können.

29.12.04
Die aparte Ölraffenerie von DEA in Hemmingstedt.

01.01.05
Landschaftspark Duisburg mit altem Industriekram.

02.01.05
Ausflug zu BASF in Ludwigshafen.

Ludwigshafen ist ein wenig hässlich, aber es hat viel hübsches Licht und Eingeborene, die sonntags unter Starkstrommasten lustwandeln.

Dieser Dreikäsehoch von einem See versperrte mir den Weg zu BASF.

Ein erneutes Hindernis wirft sich mir in den Weg. Fragt sich, wie schnell ich rennen kann.

Der Himmel übertrifft sich selbst und immer noch keine rauchenden Schornsteine in Sicht.

Chemiekonzerne (und dies fiel mir schon bei Bayer auf) legen großen Wert auf umweltbewusste Fortbewegung.

Dank des firmeneigenen Parkhauses und der einladenen offenen Schranke, gelingt mir endlich doch noch ein Blick auf die Anlagen. Für ein gutes Foto reicht es aber nicht.
550 km gefahren und einen Tag verschwendet, ohne ein einziges brauchbares Bild zu machen...
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ICH WÜNSCHE
cassandra, Samstag, 25. Dezember 2004, 16:48
Filed under: Alltag
Euch allen ein schönes Weihnachtsfest.
Viel Spaß und Entspannung im Kreise der Menschen, die Ihr liebt und viele Geschenke.
Ich werde die nächsten Tage damit verbringen, zu essen, zu schlafen und mit den Hunden meiner Eltern zu spielen.
Alles Gute, Cassandra.
Viel Spaß und Entspannung im Kreise der Menschen, die Ihr liebt und viele Geschenke.
Ich werde die nächsten Tage damit verbringen, zu essen, zu schlafen und mit den Hunden meiner Eltern zu spielen.
Alles Gute, Cassandra.
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THEMA WEISS: DIE LEICHE IN MILCH
cassandra, Mittwoch, 22. Dezember 2004, 15:50
Filed under: Fotografien



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VON DER CHANCE, SICH ZWISCHEN EINEM KERL UND EINEM FAHRRAD ZU ENTSCHEIDEN
cassandra, Mittwoch, 22. Dezember 2004, 12:07
Filed under: Erinnerungen
Bis zu heutigen Tage bin ich immer noch nicht in den Genuss von Blitzlichtgewitter, in Ohnmacht fallenden pickligen Jungs und nach einem Autogramm kreischenden Teenies gekommen. Wenngleich ich zweimal ganz knapp an der Berühmtheit vorbeigeschlittert bin.
Vergessen wir mal die Theaterauftritte in der ostdeutschen Provinz, in der ich die nackte Auguste aus Dürrenmatts „Meteor“ mit viel Enthusiasmus spielte.
Meine erste Chance vor eine Kamera zu treten bekam ich vor ein paar Jahren. Ich war jung, schön und Single. Grund genug für ein paar Caster, mich in einer sehr schlechten Diskothek, in die mich meine Wege nur durch Zufall und aus Langerweile geführt haben, anzusprechen. Sie fragten, ob ich denn Lust hätte, mich für eine geplante Single Show auf SAT. 1 casten zu lassen. Ich hatte. Wie bereits erwähnt, war ich jung. Und naiv. Nicht unbedingt wild darauf, ins Fernsehen zu kommen, aber wild an allem interessiert, was mit Film und Fernsehen zu tun hatte. Einen Blick hinter die Kulissen einer Show zu werfen, ein Teil des ganzen zu sein erschien mir damals verlockend.
Zwei Wochen später klingelte das Telefon. Man wäre begeistert von mir, wollte mich unbedingt in der Show. Lektion 1 der Motivationsschulung. Du bist toll. Deine Ausstrahlung hat unsere Produzenten begeistert. Wir wollen Dich unbedingt in der Show haben. Würdest Du auch Fallback sein. Du bekommst 80 Mark und musst nur da sein. Falls einer der Hauptkandidaten ausfällt. Das heisst nicht, dass wir dich nicht als Hauptkandidaten wollen. Wir wollen eine ganze Show mit dir als Hero machen. Aber momentan suchen wir noch Fallbacks. Du musst nichts machen. Nur da sein und zuschauen. Dann siehst Du gleich mal, wie das abläuft, ohne Druck und so... Klar, hatte ich Lust. Geld brauchte ich auch immer. Ich machte mich daher eine paar Tage später auf dem Weg nach Köln-Hürth. Nun waren leider alle Kandidatinnen ausgefallen. Ich konnte zwar nicht drei Damen ersetzen, doch zum Glück hatte die Produktionsfirma vorgesorgt. Auf diese Weise war ich nicht die einzige, die mit der Nachricht konfrontiert wurde, in ein paar Stunden vor eine Kamera und einen gefüllten Zuschauerraum treten zu müssen.
Dennoch wurde es Zeit für Teil 2 der Motivationsschulung: Macht gar nichts. Nun werde nur nicht nervös. Das kriegen wir schon hin. Hast Du was besseres zum anziehen? Egal. Du bist eh so viel besser, als die Kandidatinnen, die wir vorher hatten.
Man steckte mich in einen oben-herum-Fummel, der eigentlich der Moderatorin gehörte. Meine Hose durfte ich anbehalten. Dann ging es in die Maske. Ha. Das war aufregend. Ich hatte noch nie ein/einhalb Stunden still vor einem Spiegel gesessen, während eine betagte Dame in meinem Gesicht herumwischte. Neunzig Minuten und acht Millimeter Gesichtsauftrag später, erkannte man mich nicht wieder. Meine Motivationstrainer (übrigens die selben, die mich in der Diskothek aufgelesen hatten) beäugten mich kritisch.
Irgendetwas war anders. Ich hatte doch tatsächlich vergessen zu erwähnen, dass ich in den zwei Wochen, die zwischen Casting und Fallbacktätigkeit lagen, meine langen dunklen Haare gegen kurze blonde eingetauscht hatte. (Ich bitte vielmals um Verzeihung. EINMAL im Leben darf man blond sein. Auch wenn die Haare im Schnitt nur 4 cm lang sind. Es war eine kurze Phase (erstaunlich, wie viel Wortspiele sich um das Thema Haare basteln lassen.). Alle Frauen, die ich kannte fanden es „Mutig, aber ich würde mich das nie trauen“ und alle Schwulen “Geil“. Heterosexuelle Männer bedachten mich jedoch mit Sprüchen, wie “Es kommt eh’ nur auf die inneren Werte an.“ und “Vielleicht kannst Du den Friseur ja verklagen.“. Da ich damals ein sexuell aktives Wesen war, das Wert auf den Kontakt zu heterosexuellen Exemplaren der männlichen Gattung legte, habe ich nach einer sich für meinen Stolz ziemenden Zeit wieder umgefärbt. Dies ist übrigens der einzige Grund, aus dem ich dieses Foto veröffentliche, denn man würde mich nicht auf der Straße erkennen.)
Da ich nun ein wenig vom Thema abgeschweift bin, möchte ich an dieser Stelle kurz das grandiose Konzept dieser Show erläutern. Die Show hiess „BUZZ. Singles am Drücker.“ Nie davon gehört? Nun das könnte an der Genialität der Sendung liegen: Drei Single Weibchen mussten sich hinter einer Schattenwand vorstellen. Der männliche Kandidat durfte auf Grund der Vorstellungen und Körper-Silouhetten eine Dame sofort herausschmeissen. Die anderen beiden Damen wurden dann zu ihm auf die Bühne gebeten und er durfte ihnen Fragen stellen. Daraufhin konnte er seine Wahl zwischen ihnen treffen und dann ging es in die finale Runde. ER und SIE mussten sich in eine Art Kabuff stellen und 10 Fragen der Moderatorin beantworten. Übereinstimmende Antworten hatten einen Einfluss auf die Aspekte des gemeinsamen Urlaubs, den die beiden gewinnen konnten. Zum Schluss durfte SIE dann entscheiden, ob sie mit ihm wegfahren wollte oder lieber ein Fahrrad haben möchte. Das ganze wurde dann noch einmal umgekehrt gespielt: drei Typen und eine Hero-Frau.
Ich glaube, das Publikum war einfach noch nicht reif für ein derart ausgefeiltes Konzept. Ihm dürstete nach mehr „Realität“. Daher wurde die Show damals nach ein paar Ausstrahlungen abgesetzt.
Zu meiner Verteidigung sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich erst zum Zeitpunkt der Maskenauftragung erfuhr, was mich erwartete.
Nach selbiger ging es zur Texterschmiede. Es war natürlich ausgeschlossen, dass ich in der Lage wäre, mir selbst ein paar zusammenhängende Worte zurechtzulegen, um meine Person hinter der Schattenwand gebührend zu präsentieren. Daher interviewten mich zwei Leutchen der Motivationsschule zu meinen Hobbys und Lebensgewohnheiten. Sie schrieben danach mit dem Gesagten einen flippig-fetzigen Text, der sich doch tatsächlich reimte. „Hey. Ich bin die aus Düsseldorf stammende Cassandra. Spaß haben ist mein Mantra. Mein Hobby ist die Schwarz-weiss-Fotografie, genau. Und deshalb ist meine Katze für mich auch am Tage grau. usw.“ So in der Art. Hübsch. ICH WAR DAMALS WIRKLICH JUNG UNDBLÖD NAIV. Genau genommen war ich furchtbar aufgeregt und es war mir damals ziemlich egal, ob ich mich zu einem Vollklops machte. (Meine Freunde schauen sich so etwas eh’ nicht an.) Ich musste den Text auswendig lernen. Habe ich schon erwähnt, dass der Text gerapt werden sollte und ich dabei wild herumhoppeln sollte? Nun. Ich hatte sogar einen Trainer, der mir beibrachte, wie ich mich cool-lässig-wippend zu meinen Reimen zu bewegen hatte. Während der ganzen Prozeduren wichen meine Motivationstrainer nicht von meiner Seite. “Du bist so lässig. Du machst das echt toll. Quatsch. Das ist nicht affig. Groovig. Echt wahr. Wir haben uns bereits die anderen Kandidatinnen angesehen. Du machst das echt am besten. Du rapst und tanzt so natürlich. Voll gut, Mann. Außerdem siehst Du so was von wahnsinnig gut aus. Echt und total geil.
Die ganze Vorbereitung zog sich über einige Stunden hin. Meine neu-gewonnen „Freunde“ hatten mich ermutigt, ein paar Freundinnen einzuladen, die meinen Auftritt im Publikum verfolgen könnten. Das habe ich in meinem vorüberauftretenden Schwachsinn tatsächlich getan. Es gibt doch nichts schöneres, als ein paar Freundinnen, die die größte Peinlichkeit deines Lebens life miterleben.
Endlich ging es auf die Bühne.
Der Herr Kandidat stellte sich vor und beantwortete ein paar Fragen der Moderatorin.
Leider fand diese Vorstellung außerhalb meiner Wahrnehmung statt, da ich mit Kopfhörern, die irgendein Gedudel von sich gaben, hinter der Bühne stand. Dank meinen Freundinnen und meinen eigenen Eindrücken, die ich später sammeln durfte, kann ich ihn jedoch recht gut beschreiben. ER war ca. 170 cm groß, hatte lange schwarze – sehr gut gepflegte – Haare und trug ein schwarzes, weit ausgeschnittenes Muscle-Shirt. Sein Teint war gut durchgebräunt und ja – er mag Spiegel im Schlafzimmer, weil er mit ihrer Hilfe seine eigene Performance im Auge haben konnte. (Das denke ich mir jetzt WIRKLICH nicht aus, das war seine Antwort auf die Frage der Moderatorin.) Auf die Frage, wie seine Traumfrau aussehe, antwortete er “Lange Haare, gutgebaut.". Der aufmerksame Leser wird sich nun meine bereits erwähnten 4 cm kurzen blonden Stoppel in Erinnerung rufen. Was ich nicht erwähnt habe, ist, dass es sich bei meinen Mitbewerberinnen um vollbusige, kurz-berockte, langhaarige Grazien handelte, deren IQ sich umgekehrt proportional zu ihrer Haarlänge verhielt und deren Rap-Text mindestens genauso hohl wie der meinige klang. Klein-Cassandra hoppelte daher auf-Grund-der-Kopfhörer-vollkommen-ahnungslos hinter die Schattenwand, sagte ihren Spruch fehlerfrei und an den richtigen Stellen betont auf, bewegte sich aufreizend im nicht vorhandenen Rhythmus der Worte und – flog raus. Sofort. Ungesehen. Ohne zweite Chance. Raus und vorbei.
Aber, HALLO! Auch für diesen Fall hatten die Motivationstrainer vorgesorgt. Sie hatten uns genaueste (Text-)vorgaben für einen eventuellen Rausschmiss diktiert. Trotteliges, Adrenalin-geputsches Herdentier, das ich war, habe ich diese auch exakt befolgt. Ich hüpfte daher freudestahlend an „Winnetou-in-arm“ vorbei, streifte die Kamera, warf einen tiefen Blick hinein und hauchte “Egal. Aber. Hey. Der Kameramann ist ja auch ein ganz Süßer.“
Ich versinke vor peinlich berührter Ehrfurcht in den Boden. Hatte ich erwähnt, das ich jung war und...
Ich hoffe, ich erkläre mit meiner Geschichte ein wenig, warum es so viele Trottel im deutschen Fernsehen gibt.
Den Rest der Show durfte ich mit meinen Freundinnen im Backstagebereich vor der Videoausspielung verfolgen.
Wir haben uns köstlich amüsiert. Die Show musste diverse Male abgebrochen werden, da die Auserwählte ständig ein Brett vor dem Kopf hatte. Es handelte sich um die letzte Runde. Beide standen in ihren Kabuffs, mussten Fragen beantworten, indem sie ein Schild hochhielten, auf dem JA oder NEIN stand. Die Anweisungen des Regisseurs waren deutlich. “Haltet das Schild über den Kopf, damit man es lesen kann und trotzdem euer Gesicht sieht.“ Die Dame kriegt das nicht wirklich hin. Jedes Mal hielt sie das Schild vor ihren Kopf. Zur Belustigung des Publikums, das inzwischen alle Antworten kannte, wurde das Spiel fünf Mal wiederholt. Sie gewannen eine hübsche Reise und SIE entschied sich, mit dem Herrn Kandidaten die Reise anzutreten und auf das Fahrrad zu verzichten.
Es wurde ein sehr lustiger Abend. Auf der Party nach der Aufzeichnung kam dann der Herr Kandidat nicht mit der Dame zusammen, die er gewonnen hatte, sondern mit der Hero-Kandidatin der zweiten Runde.
Meine neu-gewonnen motivierungsstarken Freunde zogen es vor, unter sich zu feiern und kannten mich plötzlich nicht mehr. Letzte Lektion zum Thema Motivierung: "Wir wussten von Anfang an, dass du zuerst rausfliegst. Er steht halt auf lange Haare und deine sind ja total kurz.“
Ich hatte gottseindank meine Freundinnen da und wir tranken erst einmal auf mein Glück, nicht gewonnen zu haben.
Geld bekam ich leider keines. Dadurch, dass ich vom Fallback zur Kandidatin befördert wurde, hatte ich ja die Chance, einen aufregenden Urlaub mit einem Traummann oder ein Fahrrad zu gewinnen.
Mein erster Blick hinter die Kulissen hat mich eine Menge gelehrt.
Ein paar Monate später ereilte mich ein Anruf der Produktionsfirma, mit der Frage, ob ich Lust hätte, bei einer ganz neuen, aufregenden Show mitzumachen. Ein paar Promis singen irgendetwas und ich stehe im Publikum und tanze. Der Fokus liegt natürlich auf der super Stimmung im Publikum. Ich könnte gerne auch ein paar Freundinnen mitbringen. Ich fragte, was ich dafür bekommen würde. Leichte Irritation am anderen Ende der Leitung. Na: ganz viel Spaß mit deinen Freundinnen Nein, danke. Den habe ich auch so.
Mein triumphaler Untergang in einer Fernsehshow wurde durch die Mädels erst spaßig. Trotzdem machte ich mir ein paar Gedanken darüber, was passieren würde, wenn jemand anderes die Show sehen würde. Ein Päckchen von SAT.1 erlöste mich von meinen Qualen. Ein Schreiben verkündete mir, dass die Pilotsendung leider nicht ausgestrahlt werden würde, weil man noch einige Änderungen im Bühnenbild in Betracht zöge. Als Trost für meinen verpassten Fernsehruhm hatte man dem Brief ein SAT.1 T-Shirt in Größe XL beigefügt. Ich habe mich über die Maßen gefreut.
Bleibt jetzt nur noch der 12-seitige Vertrag, in dem ich alle bestehenden und zukünftigen Rechte an meiner Person abgetreten habe. Aber an den komme ich auch schon noch ran.
Jetzt bin ich müde und der Text ist auch ein wenig lang geraten.
Daher der nächste und letzte Teil der „Almost Famous“ Serie ein anderes Mal. Es handelt sich um meinen Auftritt in dem legendären deutschen Blockbuster, der zur Zeit im Kino läuft. Cassandra goesHollywood Cannes.
Vergessen wir mal die Theaterauftritte in der ostdeutschen Provinz, in der ich die nackte Auguste aus Dürrenmatts „Meteor“ mit viel Enthusiasmus spielte.
Meine erste Chance vor eine Kamera zu treten bekam ich vor ein paar Jahren. Ich war jung, schön und Single. Grund genug für ein paar Caster, mich in einer sehr schlechten Diskothek, in die mich meine Wege nur durch Zufall und aus Langerweile geführt haben, anzusprechen. Sie fragten, ob ich denn Lust hätte, mich für eine geplante Single Show auf SAT. 1 casten zu lassen. Ich hatte. Wie bereits erwähnt, war ich jung. Und naiv. Nicht unbedingt wild darauf, ins Fernsehen zu kommen, aber wild an allem interessiert, was mit Film und Fernsehen zu tun hatte. Einen Blick hinter die Kulissen einer Show zu werfen, ein Teil des ganzen zu sein erschien mir damals verlockend.
Zwei Wochen später klingelte das Telefon. Man wäre begeistert von mir, wollte mich unbedingt in der Show. Lektion 1 der Motivationsschulung. Du bist toll. Deine Ausstrahlung hat unsere Produzenten begeistert. Wir wollen Dich unbedingt in der Show haben. Würdest Du auch Fallback sein. Du bekommst 80 Mark und musst nur da sein. Falls einer der Hauptkandidaten ausfällt. Das heisst nicht, dass wir dich nicht als Hauptkandidaten wollen. Wir wollen eine ganze Show mit dir als Hero machen. Aber momentan suchen wir noch Fallbacks. Du musst nichts machen. Nur da sein und zuschauen. Dann siehst Du gleich mal, wie das abläuft, ohne Druck und so... Klar, hatte ich Lust. Geld brauchte ich auch immer. Ich machte mich daher eine paar Tage später auf dem Weg nach Köln-Hürth. Nun waren leider alle Kandidatinnen ausgefallen. Ich konnte zwar nicht drei Damen ersetzen, doch zum Glück hatte die Produktionsfirma vorgesorgt. Auf diese Weise war ich nicht die einzige, die mit der Nachricht konfrontiert wurde, in ein paar Stunden vor eine Kamera und einen gefüllten Zuschauerraum treten zu müssen.
Dennoch wurde es Zeit für Teil 2 der Motivationsschulung: Macht gar nichts. Nun werde nur nicht nervös. Das kriegen wir schon hin. Hast Du was besseres zum anziehen? Egal. Du bist eh so viel besser, als die Kandidatinnen, die wir vorher hatten.
Man steckte mich in einen oben-herum-Fummel, der eigentlich der Moderatorin gehörte. Meine Hose durfte ich anbehalten. Dann ging es in die Maske. Ha. Das war aufregend. Ich hatte noch nie ein/einhalb Stunden still vor einem Spiegel gesessen, während eine betagte Dame in meinem Gesicht herumwischte. Neunzig Minuten und acht Millimeter Gesichtsauftrag später, erkannte man mich nicht wieder. Meine Motivationstrainer (übrigens die selben, die mich in der Diskothek aufgelesen hatten) beäugten mich kritisch.
Irgendetwas war anders. Ich hatte doch tatsächlich vergessen zu erwähnen, dass ich in den zwei Wochen, die zwischen Casting und Fallbacktätigkeit lagen, meine langen dunklen Haare gegen kurze blonde eingetauscht hatte. (Ich bitte vielmals um Verzeihung. EINMAL im Leben darf man blond sein. Auch wenn die Haare im Schnitt nur 4 cm lang sind. Es war eine kurze Phase (erstaunlich, wie viel Wortspiele sich um das Thema Haare basteln lassen.). Alle Frauen, die ich kannte fanden es „Mutig, aber ich würde mich das nie trauen“ und alle Schwulen “Geil“. Heterosexuelle Männer bedachten mich jedoch mit Sprüchen, wie “Es kommt eh’ nur auf die inneren Werte an.“ und “Vielleicht kannst Du den Friseur ja verklagen.“. Da ich damals ein sexuell aktives Wesen war, das Wert auf den Kontakt zu heterosexuellen Exemplaren der männlichen Gattung legte, habe ich nach einer sich für meinen Stolz ziemenden Zeit wieder umgefärbt. Dies ist übrigens der einzige Grund, aus dem ich dieses Foto veröffentliche, denn man würde mich nicht auf der Straße erkennen.)Da ich nun ein wenig vom Thema abgeschweift bin, möchte ich an dieser Stelle kurz das grandiose Konzept dieser Show erläutern. Die Show hiess „BUZZ. Singles am Drücker.“ Nie davon gehört? Nun das könnte an der Genialität der Sendung liegen: Drei Single Weibchen mussten sich hinter einer Schattenwand vorstellen. Der männliche Kandidat durfte auf Grund der Vorstellungen und Körper-Silouhetten eine Dame sofort herausschmeissen. Die anderen beiden Damen wurden dann zu ihm auf die Bühne gebeten und er durfte ihnen Fragen stellen. Daraufhin konnte er seine Wahl zwischen ihnen treffen und dann ging es in die finale Runde. ER und SIE mussten sich in eine Art Kabuff stellen und 10 Fragen der Moderatorin beantworten. Übereinstimmende Antworten hatten einen Einfluss auf die Aspekte des gemeinsamen Urlaubs, den die beiden gewinnen konnten. Zum Schluss durfte SIE dann entscheiden, ob sie mit ihm wegfahren wollte oder lieber ein Fahrrad haben möchte. Das ganze wurde dann noch einmal umgekehrt gespielt: drei Typen und eine Hero-Frau.
Ich glaube, das Publikum war einfach noch nicht reif für ein derart ausgefeiltes Konzept. Ihm dürstete nach mehr „Realität“. Daher wurde die Show damals nach ein paar Ausstrahlungen abgesetzt.
Zu meiner Verteidigung sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich erst zum Zeitpunkt der Maskenauftragung erfuhr, was mich erwartete.
Nach selbiger ging es zur Texterschmiede. Es war natürlich ausgeschlossen, dass ich in der Lage wäre, mir selbst ein paar zusammenhängende Worte zurechtzulegen, um meine Person hinter der Schattenwand gebührend zu präsentieren. Daher interviewten mich zwei Leutchen der Motivationsschule zu meinen Hobbys und Lebensgewohnheiten. Sie schrieben danach mit dem Gesagten einen flippig-fetzigen Text, der sich doch tatsächlich reimte. „Hey. Ich bin die aus Düsseldorf stammende Cassandra. Spaß haben ist mein Mantra. Mein Hobby ist die Schwarz-weiss-Fotografie, genau. Und deshalb ist meine Katze für mich auch am Tage grau. usw.“ So in der Art. Hübsch. ICH WAR DAMALS WIRKLICH JUNG UND
Die ganze Vorbereitung zog sich über einige Stunden hin. Meine neu-gewonnen „Freunde“ hatten mich ermutigt, ein paar Freundinnen einzuladen, die meinen Auftritt im Publikum verfolgen könnten. Das habe ich in meinem vorüberauftretenden Schwachsinn tatsächlich getan. Es gibt doch nichts schöneres, als ein paar Freundinnen, die die größte Peinlichkeit deines Lebens life miterleben.
Endlich ging es auf die Bühne.
Der Herr Kandidat stellte sich vor und beantwortete ein paar Fragen der Moderatorin.
Leider fand diese Vorstellung außerhalb meiner Wahrnehmung statt, da ich mit Kopfhörern, die irgendein Gedudel von sich gaben, hinter der Bühne stand. Dank meinen Freundinnen und meinen eigenen Eindrücken, die ich später sammeln durfte, kann ich ihn jedoch recht gut beschreiben. ER war ca. 170 cm groß, hatte lange schwarze – sehr gut gepflegte – Haare und trug ein schwarzes, weit ausgeschnittenes Muscle-Shirt. Sein Teint war gut durchgebräunt und ja – er mag Spiegel im Schlafzimmer, weil er mit ihrer Hilfe seine eigene Performance im Auge haben konnte. (Das denke ich mir jetzt WIRKLICH nicht aus, das war seine Antwort auf die Frage der Moderatorin.) Auf die Frage, wie seine Traumfrau aussehe, antwortete er “Lange Haare, gutgebaut.". Der aufmerksame Leser wird sich nun meine bereits erwähnten 4 cm kurzen blonden Stoppel in Erinnerung rufen. Was ich nicht erwähnt habe, ist, dass es sich bei meinen Mitbewerberinnen um vollbusige, kurz-berockte, langhaarige Grazien handelte, deren IQ sich umgekehrt proportional zu ihrer Haarlänge verhielt und deren Rap-Text mindestens genauso hohl wie der meinige klang. Klein-Cassandra hoppelte daher auf-Grund-der-Kopfhörer-vollkommen-ahnungslos hinter die Schattenwand, sagte ihren Spruch fehlerfrei und an den richtigen Stellen betont auf, bewegte sich aufreizend im nicht vorhandenen Rhythmus der Worte und – flog raus. Sofort. Ungesehen. Ohne zweite Chance. Raus und vorbei.
Aber, HALLO! Auch für diesen Fall hatten die Motivationstrainer vorgesorgt. Sie hatten uns genaueste (Text-)vorgaben für einen eventuellen Rausschmiss diktiert. Trotteliges, Adrenalin-geputsches Herdentier, das ich war, habe ich diese auch exakt befolgt. Ich hüpfte daher freudestahlend an „Winnetou-in-arm“ vorbei, streifte die Kamera, warf einen tiefen Blick hinein und hauchte “Egal. Aber. Hey. Der Kameramann ist ja auch ein ganz Süßer.“
Ich versinke vor peinlich berührter Ehrfurcht in den Boden. Hatte ich erwähnt, das ich jung war und...
Ich hoffe, ich erkläre mit meiner Geschichte ein wenig, warum es so viele Trottel im deutschen Fernsehen gibt.
Den Rest der Show durfte ich mit meinen Freundinnen im Backstagebereich vor der Videoausspielung verfolgen.
Wir haben uns köstlich amüsiert. Die Show musste diverse Male abgebrochen werden, da die Auserwählte ständig ein Brett vor dem Kopf hatte. Es handelte sich um die letzte Runde. Beide standen in ihren Kabuffs, mussten Fragen beantworten, indem sie ein Schild hochhielten, auf dem JA oder NEIN stand. Die Anweisungen des Regisseurs waren deutlich. “Haltet das Schild über den Kopf, damit man es lesen kann und trotzdem euer Gesicht sieht.“ Die Dame kriegt das nicht wirklich hin. Jedes Mal hielt sie das Schild vor ihren Kopf. Zur Belustigung des Publikums, das inzwischen alle Antworten kannte, wurde das Spiel fünf Mal wiederholt. Sie gewannen eine hübsche Reise und SIE entschied sich, mit dem Herrn Kandidaten die Reise anzutreten und auf das Fahrrad zu verzichten.
Es wurde ein sehr lustiger Abend. Auf der Party nach der Aufzeichnung kam dann der Herr Kandidat nicht mit der Dame zusammen, die er gewonnen hatte, sondern mit der Hero-Kandidatin der zweiten Runde.
Meine neu-gewonnen motivierungsstarken Freunde zogen es vor, unter sich zu feiern und kannten mich plötzlich nicht mehr. Letzte Lektion zum Thema Motivierung: "Wir wussten von Anfang an, dass du zuerst rausfliegst. Er steht halt auf lange Haare und deine sind ja total kurz.“
Ich hatte gottseindank meine Freundinnen da und wir tranken erst einmal auf mein Glück, nicht gewonnen zu haben.
Geld bekam ich leider keines. Dadurch, dass ich vom Fallback zur Kandidatin befördert wurde, hatte ich ja die Chance, einen aufregenden Urlaub mit einem Traummann oder ein Fahrrad zu gewinnen.
Mein erster Blick hinter die Kulissen hat mich eine Menge gelehrt.
Ein paar Monate später ereilte mich ein Anruf der Produktionsfirma, mit der Frage, ob ich Lust hätte, bei einer ganz neuen, aufregenden Show mitzumachen. Ein paar Promis singen irgendetwas und ich stehe im Publikum und tanze. Der Fokus liegt natürlich auf der super Stimmung im Publikum. Ich könnte gerne auch ein paar Freundinnen mitbringen. Ich fragte, was ich dafür bekommen würde. Leichte Irritation am anderen Ende der Leitung. Na: ganz viel Spaß mit deinen Freundinnen Nein, danke. Den habe ich auch so.
Mein triumphaler Untergang in einer Fernsehshow wurde durch die Mädels erst spaßig. Trotzdem machte ich mir ein paar Gedanken darüber, was passieren würde, wenn jemand anderes die Show sehen würde. Ein Päckchen von SAT.1 erlöste mich von meinen Qualen. Ein Schreiben verkündete mir, dass die Pilotsendung leider nicht ausgestrahlt werden würde, weil man noch einige Änderungen im Bühnenbild in Betracht zöge. Als Trost für meinen verpassten Fernsehruhm hatte man dem Brief ein SAT.1 T-Shirt in Größe XL beigefügt. Ich habe mich über die Maßen gefreut.
Bleibt jetzt nur noch der 12-seitige Vertrag, in dem ich alle bestehenden und zukünftigen Rechte an meiner Person abgetreten habe. Aber an den komme ich auch schon noch ran.
Jetzt bin ich müde und der Text ist auch ein wenig lang geraten.
Daher der nächste und letzte Teil der „Almost Famous“ Serie ein anderes Mal. Es handelt sich um meinen Auftritt in dem legendären deutschen Blockbuster, der zur Zeit im Kino läuft. Cassandra goes
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