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WOCHE 3
Passiert ja eh' nix mehr am Wochenende
Passiert ja eh' nix mehr am Wochenende
cassandra, Freitag, 20. Januar 2006, 20:31
Filed under: Neue Cassandra Wochenschau
• Wir im Kopfkino hier, sind wohl jetzt erst einmal krank.• P.S.: Ich hasse Füsse, ich hasse Füsse, ich hasse Füsse, ich hasse Füsse, ich hasse Füsse, ich hasse Füsse.
Und ich hasse Castingagenturen, die mich 300 paar Füsse anschauen lassen und sich wundern, dass ich alles scheisse finde und ich schöne Füsse nicht mit krummen Zehen und Hühneraugen und Plattfüssen assoziiere.
Nicht mal im Internet findet man schöne Männerfüsse, selbst der Fetischmarkt ist auf den weiblichen Fuss beschränkt. (Ich werde vermutlich in den nächsten Tagen Fieberträume von Footjobs haben.)
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WIE ICH DANN DOCH NICHT SCHÖNER WURDE
cassandra, Montag, 16. Januar 2006, 23:02
Filed under: Aus dem Leben einer Tussi
Nach dem Überschreiten der magischen 30-Jahre-Grenze wird man ja manchmal ein wenig sentimental.
Da werden alte Briefe und Fotoalben herausgekramt und während man in Erinnerungen schwelgt und darüber schmunzelt, dass man damals bereits dachte, man hätte wirkliche Probleme, bleibt der Blick plötzlich am eigenen Gesicht und Körper hängen. Nun ja. Eigentlich ist es nicht mehr wirklich das eigene Gesicht und der eigene Körper. Das, was einem heute aus dem Spiegel entgegenschaut, erinnert nur entfernt an das debil grinsende Mädchen in Netzstrumpfhose, Stufenrock, Oberteil mit Fledermausärmeln und Dauerwelle auf dem Bild.
Einges hat sich tatsächlich zum besseren gewendet, dafür durfte man das sichere Stilempfinden und den besseren Geschmack in Kleidungsfragen gegen körperliche Mängelerscheinungen eintauschen.
Das Rotweinbäuchlein lässt sich nicht mehr durch stundenlanges Hungern verflachen, Arbeitskollegen erkundigen sich ungefragt nach den exzessiven nächtlichen Erlebnissen, obwohl die sich auf einen 8-stündigen, traumlosen Schlaf beschränken, bei Douglas drückt einem die wohlwollende Verkäuferin anstelle der gewünschten Feuchtigkeitscreme einen überteuerten Tiegel Antifaltenpflege in die Hand und das Thema Bindegewebeschwäche wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst erwähnen. (Was ich nicht sehe, existiert nicht. Nein.)
Zum Jahreswechsel beschloss ich daher, meinen (nach Abzug der Steuer) kläglichen Weihnachtsbonus sinnvoll in eine neue Frisur und in einen kleinen korrigierenden Eingriff zu investieren, um den Verfall zumindest optisch auszugleichen.
Mit Messern in der Nähe meines Körpers oder mit Fremdstoffen in meinem Gesicht kann ich michderzeit überhaupt nicht anfreunden. Mir schwebte eher eine kleine Korrektur der Hautoberfläche mittels Laser durch den Kopf. Gar nichts wildes. Nur ein paar kleine Pigmentflecken, die sich auf Grund genetischer Unzulänglichkeiten in meinem Gesicht breit gemacht hatten und die vermutlich nur ich selbst sehen kann. Man möge mir meinen Hang zur Eitelkeit bitte nachsehen.
Nun informiert die Frau von heute sich ja gerne in den Weiten der virtuellen Welt. Meine Wahl bzgl. eines geeigneten Schönheitskorrekturtempels fiel auf die Kö-Klinik in Düsseldorf, die auf Ihren Seiten ausführlich über die fragliche Materie (ich wiederhole es an dieser Stelle für den unaufmerksamen Leser gerne noch mal: Laserpeeling bei Pigmentstörungen oder wie es auf den Seiten der Kö-Klinik heisst: Mit dem Laser skin resurfacing gibt es seit wenigen Jahren eine weitere innovative Methode, mit der es möglich ist, ...., Pigmentstörungen etc. schonend, schmerzlos und narbenfrei zu entfernen.) informiert. Da ich die Herrschaften nicht telefonisch erreichen konnte, beschrieb ich mein Anliegen in einer Mail, auf die ich auch prompt Antwort erhielt. Man schickte mir nicht nur weiterführendes Informationsmaterial (zum Thema Laserpeeling, z.B. bei Pigmentstörungen), sondern wies mich darauf hin, dass ich telefonisch einen Beratungstermin vereinbaren müsse und das diese ausführliche, 45minütige Beratung mit 50 Euro berechnet werden würde, die man selbstverständlich bei evtl. Behandlung verrechnen würde.
Ich tat wie mir geheissen, erklärte der netten Dame am Telefon, warum ich bei Ihnen vorbeischauen wollte (nämlich wegen einiger Pigmentstörungen, die ich mittels Laser entfernen lassen wollte) und vor ein paar Tagen war es dann so weit.
Mit Kapuze über dem Kopf und Sonnenbrille auf der Nase näherte ich mich dem Dekadenzpfuhl von Düsseldorf. Es war ja nun auch sehr kalt und sonnig und man weiss ja nie, wem man beim Schönheitschirurgen so begegnet.
Nach geleisteter Beratungszahlung und 30 Minuten Wartezeit, in denen ich mit Entsetzen feststellen musste, dass man sich selbst hier nicht die aktuelle Ausgabe der Gala leisten konnte, betrat ich das Sprechzimmer. Während ich mein Anliegen stammelnd umriss (immerhin sprach ich das erste Mal mit einem Facharzt für plastische Chirurgie und das war mir sehr peinlich), unterbrach mich der Herr Doktor. Die Laser der Klinik seien nicht für Pigmentstörungen gedacht, dafür wären sie zu stark (oder meine "Flecken" zu unsichtbar). Er verwies mich an ein Laserinstitut und drückte mir eine Liste geeigneter Adressen in die Hand. Zwei Minuten später fand ich mich erstaunt an der Rezeption wieder. Der nette junge Mann hinter dem Tresen lächelte mich freundlich an und verneinte meine Frage, ob ich denn nun meine 50 Euro Beratungsgebühr wiedererhalten würde. Leider nicht, aber ich könnte sie wirklich jederzeit bei einer anderweitigen Behandlung verrechnen lassen.
Also, liebe Blogger, falls jemand von Euch über ein Brustpolster oder ein paar Botoxspritzen nachdenkt, schreibt mir eine Mail. Silikon gepolsterte Pobacken sind übrigens derzeit der letzte Schrei.
Ich verkaufe Euch diesen "Gutschein" gerne für - sagen wir mal - die Hälfte.
Mir ist der Spaß leider zu teuer und ich lass' mir lieber einen langen Pony schneiden.
Schön, wenn man Erlebnisse hat, die derart viele Clichés erfüllen: Düsseldorf, Kö, Schönheitschirurg,... hach.
Da werden alte Briefe und Fotoalben herausgekramt und während man in Erinnerungen schwelgt und darüber schmunzelt, dass man damals bereits dachte, man hätte wirkliche Probleme, bleibt der Blick plötzlich am eigenen Gesicht und Körper hängen. Nun ja. Eigentlich ist es nicht mehr wirklich das eigene Gesicht und der eigene Körper. Das, was einem heute aus dem Spiegel entgegenschaut, erinnert nur entfernt an das debil grinsende Mädchen in Netzstrumpfhose, Stufenrock, Oberteil mit Fledermausärmeln und Dauerwelle auf dem Bild.
Einges hat sich tatsächlich zum besseren gewendet, dafür durfte man das sichere Stilempfinden und den besseren Geschmack in Kleidungsfragen gegen körperliche Mängelerscheinungen eintauschen.
Das Rotweinbäuchlein lässt sich nicht mehr durch stundenlanges Hungern verflachen, Arbeitskollegen erkundigen sich ungefragt nach den exzessiven nächtlichen Erlebnissen, obwohl die sich auf einen 8-stündigen, traumlosen Schlaf beschränken, bei Douglas drückt einem die wohlwollende Verkäuferin anstelle der gewünschten Feuchtigkeitscreme einen überteuerten Tiegel Antifaltenpflege in die Hand und das Thema Bindegewebeschwäche wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst erwähnen. (Was ich nicht sehe, existiert nicht. Nein.)
Zum Jahreswechsel beschloss ich daher, meinen (nach Abzug der Steuer) kläglichen Weihnachtsbonus sinnvoll in eine neue Frisur und in einen kleinen korrigierenden Eingriff zu investieren, um den Verfall zumindest optisch auszugleichen.
Mit Messern in der Nähe meines Körpers oder mit Fremdstoffen in meinem Gesicht kann ich mich
Nun informiert die Frau von heute sich ja gerne in den Weiten der virtuellen Welt. Meine Wahl bzgl. eines geeigneten Schönheitskorrekturtempels fiel auf die Kö-Klinik in Düsseldorf, die auf Ihren Seiten ausführlich über die fragliche Materie (ich wiederhole es an dieser Stelle für den unaufmerksamen Leser gerne noch mal: Laserpeeling bei Pigmentstörungen oder wie es auf den Seiten der Kö-Klinik heisst: Mit dem Laser skin resurfacing gibt es seit wenigen Jahren eine weitere innovative Methode, mit der es möglich ist, ...., Pigmentstörungen etc. schonend, schmerzlos und narbenfrei zu entfernen.) informiert. Da ich die Herrschaften nicht telefonisch erreichen konnte, beschrieb ich mein Anliegen in einer Mail, auf die ich auch prompt Antwort erhielt. Man schickte mir nicht nur weiterführendes Informationsmaterial (zum Thema Laserpeeling, z.B. bei Pigmentstörungen), sondern wies mich darauf hin, dass ich telefonisch einen Beratungstermin vereinbaren müsse und das diese ausführliche, 45minütige Beratung mit 50 Euro berechnet werden würde, die man selbstverständlich bei evtl. Behandlung verrechnen würde.
Ich tat wie mir geheissen, erklärte der netten Dame am Telefon, warum ich bei Ihnen vorbeischauen wollte (nämlich wegen einiger Pigmentstörungen, die ich mittels Laser entfernen lassen wollte) und vor ein paar Tagen war es dann so weit.
Mit Kapuze über dem Kopf und Sonnenbrille auf der Nase näherte ich mich dem Dekadenzpfuhl von Düsseldorf. Es war ja nun auch sehr kalt und sonnig und man weiss ja nie, wem man beim Schönheitschirurgen so begegnet.
Nach geleisteter Beratungszahlung und 30 Minuten Wartezeit, in denen ich mit Entsetzen feststellen musste, dass man sich selbst hier nicht die aktuelle Ausgabe der Gala leisten konnte, betrat ich das Sprechzimmer. Während ich mein Anliegen stammelnd umriss (immerhin sprach ich das erste Mal mit einem Facharzt für plastische Chirurgie und das war mir sehr peinlich), unterbrach mich der Herr Doktor. Die Laser der Klinik seien nicht für Pigmentstörungen gedacht, dafür wären sie zu stark (oder meine "Flecken" zu unsichtbar). Er verwies mich an ein Laserinstitut und drückte mir eine Liste geeigneter Adressen in die Hand. Zwei Minuten später fand ich mich erstaunt an der Rezeption wieder. Der nette junge Mann hinter dem Tresen lächelte mich freundlich an und verneinte meine Frage, ob ich denn nun meine 50 Euro Beratungsgebühr wiedererhalten würde. Leider nicht, aber ich könnte sie wirklich jederzeit bei einer anderweitigen Behandlung verrechnen lassen.
Also, liebe Blogger, falls jemand von Euch über ein Brustpolster oder ein paar Botoxspritzen nachdenkt, schreibt mir eine Mail. Silikon gepolsterte Pobacken sind übrigens derzeit der letzte Schrei.
Ich verkaufe Euch diesen "Gutschein" gerne für - sagen wir mal - die Hälfte.
Mir ist der Spaß leider zu teuer und ich lass' mir lieber einen langen Pony schneiden.
Schön, wenn man Erlebnisse hat, die derart viele Clichés erfüllen: Düsseldorf, Kö, Schönheitschirurg,... hach.
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SCHWIEGERTOCHTERPOTENTIAL UND SCHÖNHEITSOPERATIONEN
cassandra, Montag, 16. Januar 2006, 20:13
Filed under: Neue Cassandra Wochenschau
• Kein Kino, keine Blog, keine Fotos, kein Sport, aber viel geknutscht.• Am Mittwoch fuhr ich 564 km des nächtens im strömenden Regen, um das Geburtstagsgeschenk für den Liebsten abzuholen. Ich bin ein gutes Weib.
• Das glaubt der Liebste auch und daher schleppte er mich zum Zwecke der offiziellen Vorstellung am Sonntag zu seinen Eltern.
In diesem Zusammenhang wurde mir bewusst, dass die Herren in meinem Leben - a u s m i r v o l l k o m m e n
u n b e k a n n t e n G r ü n d e n - einer derartigen Konfrontation fast immer aus dem Weg gegangen sind. Nicht einmal die letzte zweijährige Beziehung, die bereits fast ein 10tel Jahrhundert zurückliegt, verspürte den Wunsch, mich mit seinen Erzeugern, die gerade mal eine halbe Stunde entfernt wohnten, bekannt zu machen. Ob er sich seiner Eltern schämte oder ich unwissentlich unter Mundgeruch litt, weiss ich bis heute nicht.
Ich durfte lediglich dreimal in den 15 Jahren meiner Paarungsfähigkeit Eltern der von mir Angebeteten kennenlernen.
Mit Fug und Recht lässt sich behaupten, dass die Mutter meiner ersten grossen Liebe mich hasste. In ihren Augen war ich eine Dramaqueen und Ultraschlampe, die ihrem einzigen Sohn die Unschuld raubte (Hey: ICH war komplett angezogen, als sie hereinplatzte, ihr Sohn stand lediglich mit einer Erektion bekleidet vor ihr.). Das ich eines Nachts gegen 3 Uhr heulend vor ihrem Haus stand und in Ermangelung von Steinchen eine Viertel Stunde lang Kies gegen ihr (!) Schlafzimmerfenster warf, hat die Innigkeit unserer Beziehung auch nicht unbedingt gefördert.
Das zweite Mal kam ich das Vergnügen, eine ONSA (One Night Stand Affaire) im Hause meiner Eltern begrüssen zu dürfen. Wir verkehrten damals auch beruflich miteinander und er sollte mir eine CD Rom vorbeibringen. Ich weilte derzeit gerade bei Mutti und Papi in Meck-Pomm und da er zur gleichen Zeit mit seinem Vater Urlaub in einem nahe gelegenen Dorf machte, lag die persönliche Übergabe nahe. Ich hatte meiner Mutter exakte Instruktionen gegeben: während ich ihn vor dem Haus abfertigen wollte, sollte sie sich gefälligst hinter verschlossener Türe aufhalten und unter KEINEN Umständen auf die Idee kommen sollte, just in diesem Moment die Fenster putzen zu müssen.
Nachdem ich ein wenig mit dem jungen Mann geturtelt hatte (ich mochte ihn wirklich gerne), die CD in der Hand hielt und ins Haus zurückkehrte, sass da ein wildfremder, älterer Mann auf unserem Sofa, um den meine Mutter hektisch herumsprang. Freudestrahlend erklärte sie mir, dass sie zufällig, beim Herausschlüpfen aus der Hintertür, den Vater des jungen Mannes draussen im Auto wartend vorgefunden hätte und wir nun ja alle gemeinsam Kaffee trinken könnten.
Da sassen wir also in trauter Runde bei Kaffee und Kuchen. Der junge Mann, der wirklich gar nichts von mir wollte und schon bereute, sich in einer schwachen, weingetränkten Stunde auf mich eingelassen zu haben, ich im triefenden Morast der Peinlichkeit watend, meine Mutter und sein Vater, die sich fetzige Wortegefechte über's Wetter lieferten.
Dem dritten Schwiegertochtertauglichkeitstest folgte in bälde die Trennung. Zu gross war die Irritition des Herren, dass seine Mutter mich tatsächlich "richtig nett" fand.
Die einzige Mutter eines Sohnes, die mich sofort in ihr grosses Herz schloss, ist die meines besten Freundes Kjell. Frau K. kocht jedes Mal für uns, wenn ihr Sohn unmobil ist und ich ihn und seine schmutzige Wäsche heim fahre. Sie hat mir ein Palisander Sideboard geschenkt und versucht von Zeit zu Zeit, ihren Spross zu einer Beziehung mit mir zu überreden, da ich doch "um Klassen besser" bin, als die Frauen, die er sonst so anschleppt.
• Auf Wunsch des Liebsten muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass es sehr nett bei seinen Eltern war. (Da er jetzt schmollt, möchte ich hinzufügen, dass ich das sowieso erwähnen wollte.)
• Der Teil mit der Schönheits OP folgt morgen.
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WOCHE 1
cassandra, Montag, 9. Januar 2006, 12:38
Filed under: Neue Cassandra Wochenschau
• Neujahresvorsätze sind ja so eine Sache. In diesem Jahr gibt es bei mir nur das Vierpunktediewocheprogramm: einmal die Woche Sport, einmal die Woche fotografieren, einmal Kino und einmal bloggen.
Tja. Fängt bereits gut an. Sport und Fotos waren wohl nichts, aber wenigstens habe ich es in "KIng Kong" geschafft und ab sofort gibt es diese neuartige, revolutionäre, spannende, in der Blogosphäre einmalige Rubrik (wenn auch mit einem Tag Verspätung):
Die neue Cassandra Wochenschau.
• Beim Montagsmeeting vor versammelter Mannschaft entgleitet mir eine abfällige Bemerkung über den Musikgeschmack meines Chefs. Selbiger meint, wer in seinem Jahresrückblick Madonna als beste CD des vergangenen Jahres bezeichnen würde, sollte nicht mit Steinen werfen. Mist. Mein Chef liest hier also mit, vielleicht sollte ich mich an einigen Stellen etwas zurückhalten.
• Am Freitag organisierten wir eine Castingshow für einen unserer Kunden. 80 Teilnehmer, die sich vor einer 4-köpfigen Jury profilieren mussten und einen Werbevertrag mit unserem Kunden gewinnen konnten. Das ganze wurde von drei Fernsehsendern, diversen Zeitungen und einigen Rundfunksendern begleitet.
Geködert wurden die Medien mit einem prominenten Mitglied der Jury: einem singendem Teenieschwarm, der bedauerlicherweise jedoch relativ unbekannt beim Kunden war und den ich aus Googlegründen an dieser Stelle einfach Peter Neu nennen möchte.
Bis 10 Uhr hatten die Kandidaten sich in dem Hotel, in dem das Casting stattfinden sollte, einzufinden.
Als wir um 8:30 Uhr gerade dabei waren, diverse Plakate und Schilder aufzuhängen, kam eine der Kundinnen, die für die Registrierung der Kandidaten zuständig war, angelaufen und verkündete panisch, dass die ersten bereits eingetroffen wären. Sie kehrte zur Anmeldung zurück, baute sich hinter ihrem Tisch mit den Teilnehmerlisten auf und hiess die zwei Herren zum Casting willkommen. Die beiden stellten sich als Peter und Klaus vor.
Irritiert schaute sie die beiden jungen Männer an: Ich bräuchte schon ihre Nachnamen, um sie auf der Teilnehmerliste zu finden. Die zwei schauten sie pikiert an. Ich bin Peter Neu. Ich sitze in der Jury. Und das ist Klaus, mein Tourmanager.
Nun ja, vielleicht bekommen wir das nächste Mal einen Promi, den alle kennen.
• In einem Gespräch mit einem mir völlig fremden, ca. Anfang 60jährigen Herren über Mickey Rourke und andere rauschmittelgefährdeten Hollywoodstars, meinte dieser zu mir (also der ca. Anfang 60jährige Mann, nicht Mickey Rourke): „Nun ja, eigentlich kann man ja erst in unserem Alter richtig mit Ruhm umgehen.“
(Wieso muss ich eigentlich immer dann scheisse aussehen, wenn das Fernsehen dabei ist?)
• Lustige Diskussion mit einem Herren namens Magnetisch zu einem meiner alten Fotos.
Man beachte den Satz: I had the unpleasant experience of a dead or drowned guy twice ... and they looked more ... ugh, like without bones?
Es gibt Erfahrungen, die gehen mir leider ab.
Ausser natürlich Der Mann, der beinahe in meinem Badezimmer starb. Jetzt ist er wieder sehr lebendig und arbeitet seit einer Woche in Festanstellung in unserer Hamburger Niederlassung. (You always meet twice.)
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DAS SCHLARAFFENLAND DES KANINCHENMANNS
oder: Eine nachgereichte Weihnachtsgeschichte, die nirgendwohin will
oder: Eine nachgereichte Weihnachtsgeschichte, die nirgendwohin will
cassandra, Samstag, 31. Dezember 2005, 18:33
Filed under: Begegnungen
Er sitzt ganz alleine in einer dieser runden, mit rotem Leder bezogenen Sitzecken. Ich schau’ ein wenig neidisch hinüber, da alle anderen Sitzplätze belegt sind. Er scheint recht klein zu sein, wirkt aber vielleicht auch nur so, weil er wie eine nasse Rolle Küchenpapier in sich zusammengesunken ist. Sein Blick wandert desinteressiert unter seinen alkoholschweren Lidern hin und her. Die heruntergezogenen Mundwinkel gehen in tief ins Kinn eingegrabene Falten über und verleihen seinem Gesicht etwas kaninchenhaftes. Das dünn gewordene Haar trägt er sehr sorgfältig gescheitelt. Seine ganze Erscheinung hat etwas derart trostloses, dass ich ihn sicherlich überreden könnte, die Ecke für unsere kleine Gruppe zu räumen. Die anderen wollen jedoch lieber an einem kleinen Tresen stehen. Die zwei Buchhalterinnen werfen sich einen gehetzten, unsicheren Blick zu. Die stehende Position lässt ihnen die Möglichkeit, jeden Moment die Flucht zu ergreifen, falls Ihnen das Ambiente und die Menschen, die sie umgeben, doch nicht geheuer sein sollten. Der Chef schmeisst eine großzügige Runde. Verhaltene Ausdrücke des Wohlwollen, doch nach wie vor skeptische Gesichter, die Blicke peinlich berührt von der Tanzfläche abgewandt, in den Händen ein Glas Champagner, das ein wenig Halt gibt.
Der Kaninchenmann schlürft an uns vorbei in Richtung der Bar. Ohne den Grund zu kennen, werfe ich ihm ein Lächeln in den Weg. Er bleibt vor mir stehen und greift nach der Tischkante, um seinen Stand zu stabilisieren. Die Mundfalten verziehen sich ebenfalls zu einer Art Lächeln. Er mustert mich flüchtig, wirft dann einen trägen Blick in die Runde meiner Begleiterinnen und streicht dann die Falten in seinem Jacket glatt. „Darf ich Ihnen ein Glas Champagner ausgeben?“ Während er mich fragt, drückt er die Schultern nach hinten und richtet sich ein wenig auf. Trotzdem reicht er mir lediglich bis zum Kinn. Ich überlege für einen Moment. Der Champagner ist unverschämt teuer in diesem Laden. So teuer, dass man ein Glas fast mit einer Art Versprechen gleich setzen kann. Ein volles Glas aus der letzten Runde steht noch immer vor mir. Trotzdem nehme ich die Einladung an und finde mich mit der Verpflichtung zu einer Unterhaltung ab. Ich weiss nicht warum. Ich habe weder Lust auf Champagner, noch auf ein Gespräch mit einem kleinen, betrunkenen, alten Mann. Vielleicht macht mich dieser ganze Weihnachtsrummel sentimental.
Ich stosse mit ihm an und schüttle seine kleine weiche Hand. “Ich bin Cassandra.“
Der Kanichenmann heisst Oliver, ist 57 Jahre alt und hat eine Firma, die Sachen exportiert. Er versucht, mir von seinen unzähligen Reisen nach Afrika zu erzählen. Beschämt senkt er den Blick, als er bemerkt, dass ihm die richtigen Worte, die seiner Begeisterung für diesen Kontinent Ausdruck verleihen könnten, nicht einfallen wollen.
Ich frage ihn, ob er oft hier ist. Er bejaht. Mir fällt nichts mehr ein, worüber ich noch mit ihm sprechen könnte. Deshalb frage ich nach dem Grund, obwohl die regelmässigen Besuche in einer Table Dance Bar wohl kaum eine Begründung erfordern. “Wegen der Frauen?“
“Ach nein. Ich bin fast 60. Ich habe schon viele nackte Frauen in meinem Leben gesehen. Das interessiert mich nicht mehr. Ich komme hierher, um Menschen kennenzulernen und mich mit Ihnen zu unterhalten.“
Mit einer wegwerfenden Handbewegung deutet er auf unsere kleine Gruppe. “Was machen Sie hier?“ Ich erkläre ihm, dass wir gerade von der Weihnachtsfeier unserer Firma kommen und nun noch einen Absacker trinken wollten. “Nur Frauen?“
„In unserer Firma arbeiten fast nur Frauen. Bis auf meinen Chef. Das ist der dort hinten.“
„Ach. Melanie. In meiner Firma arbeiten nicht so viele Frauen. Und schon gar nicht so schöne.“
„Ich heisse Cassandra.“
„Oh. Ich hatte mal eine Freundin, die hiess Cassandra. Sie war meine erste große Liebe. Sie war sehr schön. Manchmal denke ich noch an sie.“
„Warum haben Sie sich getrennt?“
Er zuckt gleichgültig mit den Schultern. Mit stumpfem Blick schaut er gedankenverloren in Richtung Bühne, wo eine Frau gerade breitbeinig eine Stange herunterrutscht. Er schaut zurück zu seinem Glas, welches er unaufhörlich im Kreis dreht.
Kurz bevor unsere Unterhaltung einzuschlafen droht, gesellt sich mein Chef – vermutlich in dem ritterlichen Glauben, mir zur Hilfe zu eilen - zu uns.
Er stellt sich Oliver vor, legt dann besitzergreifend den Arm um mich und drückt mit einen Kuss auf die Wange.
Staunend weiten sich Olivers Augen: “Sie küssen ihre Angestellten?“
„Ja. Ich habe zu allen Angestellten in der Firma ein sehr inniges Verhältnis.“
„Bei uns in der Firma habe ich noch nie eine Angestellte geküsst. Aber da arbeiten auch nicht so viele Frauen.“
„Ich stelle prinzipiell nur Frauen ein. Die sind viel netter als Männer.“ Bewundernd lässt Oliver seinen Blick über unser Grüppchen schweifen.
Angeregt plaudert mein Chef mit Oliver über die Vorzüge weiblicher Angestellter. Seine Gesten wirken lebendig, ungläubig schüttelt er den Kopf. Ich bemerke ein Leuchten in den Augen des Kaninchenmannes, als ich mich wieder meinen Kolleginnen zuwende, die mittlerweile Gefallen an dem Geschehen auf der Bühne gefunden haben.
Wir reden ein wenig über die Vorzüge und Nachteile plastischer Chirugie und bringen die Dollarnoten, die uns unserer Chef großzügig überlassen hat, unter’s Volk.
Als der Geldstapel abgearbeitet ist, beschliessen wir, nach Hause zu gehen. Wir sind fast die letzten Gäste. Der Kaninchenmann sitzt wieder allein in seiner roten Lederecke und dreht sein Glas.
Ich gehe zu ihm rüber, bedanke mich noch einmal für den Champagner und reiche ihm die Hand zum Abschied. Mühsam steht er auf, lächelt mich müde an und plötzlich beuge ich mich über den Tisch und drücke ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Bevor er reagieren kann, drehe ich mich um und folge den anderen durch die Ausgangstür.
Der Kaninchenmann schlürft an uns vorbei in Richtung der Bar. Ohne den Grund zu kennen, werfe ich ihm ein Lächeln in den Weg. Er bleibt vor mir stehen und greift nach der Tischkante, um seinen Stand zu stabilisieren. Die Mundfalten verziehen sich ebenfalls zu einer Art Lächeln. Er mustert mich flüchtig, wirft dann einen trägen Blick in die Runde meiner Begleiterinnen und streicht dann die Falten in seinem Jacket glatt. „Darf ich Ihnen ein Glas Champagner ausgeben?“ Während er mich fragt, drückt er die Schultern nach hinten und richtet sich ein wenig auf. Trotzdem reicht er mir lediglich bis zum Kinn. Ich überlege für einen Moment. Der Champagner ist unverschämt teuer in diesem Laden. So teuer, dass man ein Glas fast mit einer Art Versprechen gleich setzen kann. Ein volles Glas aus der letzten Runde steht noch immer vor mir. Trotzdem nehme ich die Einladung an und finde mich mit der Verpflichtung zu einer Unterhaltung ab. Ich weiss nicht warum. Ich habe weder Lust auf Champagner, noch auf ein Gespräch mit einem kleinen, betrunkenen, alten Mann. Vielleicht macht mich dieser ganze Weihnachtsrummel sentimental.
Ich stosse mit ihm an und schüttle seine kleine weiche Hand. “Ich bin Cassandra.“
Der Kanichenmann heisst Oliver, ist 57 Jahre alt und hat eine Firma, die Sachen exportiert. Er versucht, mir von seinen unzähligen Reisen nach Afrika zu erzählen. Beschämt senkt er den Blick, als er bemerkt, dass ihm die richtigen Worte, die seiner Begeisterung für diesen Kontinent Ausdruck verleihen könnten, nicht einfallen wollen.
Ich frage ihn, ob er oft hier ist. Er bejaht. Mir fällt nichts mehr ein, worüber ich noch mit ihm sprechen könnte. Deshalb frage ich nach dem Grund, obwohl die regelmässigen Besuche in einer Table Dance Bar wohl kaum eine Begründung erfordern. “Wegen der Frauen?“
“Ach nein. Ich bin fast 60. Ich habe schon viele nackte Frauen in meinem Leben gesehen. Das interessiert mich nicht mehr. Ich komme hierher, um Menschen kennenzulernen und mich mit Ihnen zu unterhalten.“
Mit einer wegwerfenden Handbewegung deutet er auf unsere kleine Gruppe. “Was machen Sie hier?“ Ich erkläre ihm, dass wir gerade von der Weihnachtsfeier unserer Firma kommen und nun noch einen Absacker trinken wollten. “Nur Frauen?“
„In unserer Firma arbeiten fast nur Frauen. Bis auf meinen Chef. Das ist der dort hinten.“
„Ach. Melanie. In meiner Firma arbeiten nicht so viele Frauen. Und schon gar nicht so schöne.“
„Ich heisse Cassandra.“
„Oh. Ich hatte mal eine Freundin, die hiess Cassandra. Sie war meine erste große Liebe. Sie war sehr schön. Manchmal denke ich noch an sie.“
„Warum haben Sie sich getrennt?“
Er zuckt gleichgültig mit den Schultern. Mit stumpfem Blick schaut er gedankenverloren in Richtung Bühne, wo eine Frau gerade breitbeinig eine Stange herunterrutscht. Er schaut zurück zu seinem Glas, welches er unaufhörlich im Kreis dreht.
Kurz bevor unsere Unterhaltung einzuschlafen droht, gesellt sich mein Chef – vermutlich in dem ritterlichen Glauben, mir zur Hilfe zu eilen - zu uns.
Er stellt sich Oliver vor, legt dann besitzergreifend den Arm um mich und drückt mit einen Kuss auf die Wange.
Staunend weiten sich Olivers Augen: “Sie küssen ihre Angestellten?“
„Ja. Ich habe zu allen Angestellten in der Firma ein sehr inniges Verhältnis.“
„Bei uns in der Firma habe ich noch nie eine Angestellte geküsst. Aber da arbeiten auch nicht so viele Frauen.“
„Ich stelle prinzipiell nur Frauen ein. Die sind viel netter als Männer.“ Bewundernd lässt Oliver seinen Blick über unser Grüppchen schweifen.
Angeregt plaudert mein Chef mit Oliver über die Vorzüge weiblicher Angestellter. Seine Gesten wirken lebendig, ungläubig schüttelt er den Kopf. Ich bemerke ein Leuchten in den Augen des Kaninchenmannes, als ich mich wieder meinen Kolleginnen zuwende, die mittlerweile Gefallen an dem Geschehen auf der Bühne gefunden haben.
Wir reden ein wenig über die Vorzüge und Nachteile plastischer Chirugie und bringen die Dollarnoten, die uns unserer Chef großzügig überlassen hat, unter’s Volk.
Als der Geldstapel abgearbeitet ist, beschliessen wir, nach Hause zu gehen. Wir sind fast die letzten Gäste. Der Kaninchenmann sitzt wieder allein in seiner roten Lederecke und dreht sein Glas.
Ich gehe zu ihm rüber, bedanke mich noch einmal für den Champagner und reiche ihm die Hand zum Abschied. Mühsam steht er auf, lächelt mich müde an und plötzlich beuge ich mich über den Tisch und drücke ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Bevor er reagieren kann, drehe ich mich um und folge den anderen durch die Ausgangstür.
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ZÜRICH REVISITED
cassandra, Samstag, 31. Dezember 2005, 17:27
Filed under: Fotografien

Bei meinem letzten Besuch wurde ich ja ein wenig vom Pech verfolgt, aber nun habe ich meine Calatrava-S-Bahnhof-Bilder doch noch bekommen.

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JAHRESRÜCKBLICK
Everyone else is doing it, so why can't I?
Everyone else is doing it, so why can't I?
cassandra, Samstag, 31. Dezember 2005, 16:42
Filed under: Herdentrieb
Punkte, die ich auf meiner To Do Liste, bevor ich 30 werde abgearbeitet habe:
10 von 30. (Ganz schlecht.)
(01) DSL hab’ ich.
(02) Bikini aus Sao Paulo auch. (Passe ich nur nicht rein.)
(03) Und ob.
(04) No Stagediving. War ja auch auf keinem Konzert.
(05) Stehlampe baue ich nächstes Jahr.
(06) Peru. Nein. Das leidige Thema Geld.
(07) Na ja. Wer hat keine Macke.
(08) Nein. Kommt 2006.
(09) Hat mir niemand geschenkt.
(10) Baum im weitesten Sinne: so ein Lichtbaum von Habitat.
(11) Äh. Verstehe ich nicht.
(12) Haha.
(13) Ja.
(14) Und noch mal ja.
(15) Mir verrät niemand mehr Geheimnisse. Also zählt das als „ja“.
(16) Ganz sicher nicht.
(17) Ja. Bin zufrieden.
(18) Werde ich nie lernen.
(19) Aber sicher.
(20) Kein Karaoke, aber Tanzen in Table Dance Bar.
(21) Ich hasse Knoblauch.
(22) Kein Sex im Wasser.
(23) Haha. Plus. Auf dem Konto.
(24) Nee. Keine Zeit.
(25) Siehe (24)
(26) Fast. Zumindest 2 Kaufangebote.
(27) Neuseeland.... (Siehe Peru.)
(28) Nein.
(29) Siehe (28).
(30) Siehe (29).
Beste Entscheidung:
Umzug in meine neue Wohnung.
Schlechteste Entscheidung:
Umzug in meine neue Wohnung.
Und Silvester 2004/05 erstmals allein zu verbringen.
Beste Anschaffung:
Alle. Sonst hätte ich sie nicht getätigt.
Dämlichste Anschaffung:
30 qm schwarze Mosaikfliesen.
Die teuerste Anschaffung?
Die neue Wohnung.
Anschaffung, die ich 2005 gerne getätigt hätte?
Das Bett im Hotelzimmer in einer der ersten Szenen von „Mr. & Mrs. Smith“, eine Weltreise, eine Leica Spiegelreflexkameraausrüstung.
Schönster Absturz:
Im "Wohnzimmer" (2x), in der Tabledance Bar (3x).
Schlimmster Absturz:
Sind sie nicht alle in gewisser Hinsicht schlimm am nächsten Tag?
Zugenommen oder abgenommen?
Zu. Falsches Thema.
Haare länger oder kürzer?
Länger.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Da ich ja gerade meine Kontaktlinsen den Ausfluss runtergespült habe und wieder zur Neuanpassung musste, wurde festgestellt, dass meine Augen um fast eine Dioptrie besser, also weniger kurzsichtig geworden sind.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, viel mehr als ich eingenommen habe.
Der hirnrissigste Plan?
Eigene Firma zu gründen.
Die gefährlichste Unternehmung?
Zur Zeit mit Sommerreifen rumzufahren.
Der beste Sex?
Immer mal wieder.
Das leckerste Essen?
In dem Restaurant in Lüttich.
Das beeindruckenste Buch?
Ich lese keine beeindruckenden Bücher, nur spannende, aber die habe ich nach der letzten Seite auch schon wieder vollkommen vergessen. (Da ich im Monat bis zu fünf Thriller verschlinge und es schon vorgekommen ist, dass ich Bücher doppeltgelesen gekauft habe, führe ich inzwischen eine Excel Liste, mit deutschem und engl. Titel, Autor, kurzer Plotzusammenfassung und Vermerk, ob ich es schon gelesen habe.) – Ein wenig spleenig, aber ich muss ja auch immer zwanghaft die Papierkörbe auf fremden Desktops entleeren.
Der ergreifendste Film?
Fällt mir keiner ein. Schlechtes Kinojahr. (Also für mich, da ich so selten hingegangen bin.)
Die beste CD?
Vielleicht noch Madonna.
Das schönste Konzert?
War auf keinem. Aber nächstes Jahr fahre ich zu Robbie. (Nur wegen meiner Schwester. Als Geschenk.)
Die meiste Zeit verbracht mit...?
Mit dem Liebsten. (Und mir.)
Die schönste Zeit verbracht mit...?
Dito.
Mit wem hätte ich 2005 gerne getauscht?
Mit Brad Pitt oder Angelina. Egal. Ich wäre auch gerne beide zur gleichen Zeit gewesen.
Vorherrschender Gedanke 2005?
Ich habe keine Zeit, um geduldig zu sein, zu warten und alle Sachen zu machen, die ich mir vorgenommen habe.
2005 zum ersten Mal getan?
In Südamerika gewesen.
2005 nach langer Zeit wieder getan?
In Venedig gewesen.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
(1) Ein arroganter, ausschließlich von sich selbst eingenommener, ständig fordernder, des Dankes unfähiger Regisseur und ein ebensolcher Kunde während eines auf Grund von äusseren Einflüssen bedingt schwierigen Drehs.
(2) Das halbe Jahr Warten auf die Rückerstattung meiner Wohnungskaution.
(3) Die ständigen Erkältungen und dieses komische Brennen im Magen.
Drei Dinge, auf die ich 2005 nicht hätte verzichten mögen?
(1) Der Liebste.
(2) Der Job.
(3) Meine neue Wohnung.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Den Liebsten davon, dass analoge Fotografie im Vergleich zur digitalen besser, moralischer, schöner, befriedigender, aufregender ist, mehr Spaß und die Welt zu einem besseren Ort macht.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Eine Winterjacke für meinen Vater mit dem Aufdruck „Kläranlagenbau“ für die Gründung seiner eigenen Firma.
Oh. Wenn der Liebste das liest, wird er bestimmt gleich wieder unleidig, weil er sein Weihnachtsgeschenk noch nicht bekommen hat.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Geschenke sind großartig. Egal von wem und was.
(Mit Ausnahme der Flasche „Rotwein – Komposition aus verschiedenen Weinen der europäischen Gemeinschaft“, die mir meine Oma zu Weihnachten geschenkt hat. Von der Flasche bekam man schon beim Betrachten des Etikettes Kopfschmerzen.)
Schönster Moment in 2005?
An einem sonnigem Nachmittag mitten in der Woche in Berlin in einem weissen Plastikstuhl vor dem „Kakao“ zu sitzen, den weltbesten Kakao zu trinken, die Beine mit den Beinen eines fast fremden Herren verhakt und sich kennenlernen.
Schrecklichster Moment in 2005?
Mitten beim Dreh plötzlich merken, dass eine unglaublich teure Kette fehlt, welche eine wichtige Rolle in der folgenden Szene spielt. Sich daran erinnern, dass man sie mir zur sicheren Verfahrung anvertraut hat, sich nicht erinnern, wo man das sichere Versteck gefunden hat.
Erleichterndster Moment in 2005?
Nachdem man sich klammheilig per Taxi zum Hotel zurückgeschlichen hat, die bewusste Kette im Zimmersafe gefunden hat und ans Set zurückkehrt und niemand merkt, dass man oder die Kette weg war.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Guten Morgen, mein Ganzjahresadventskalender.“ Oder auch „Du bist wie ein Legostein.“
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung, da achte ich nicht drauf.
2005 war mit einem Wort … ?
Vielversprechend.
10 von 30. (Ganz schlecht.)
(01) DSL hab’ ich.
(02) Bikini aus Sao Paulo auch. (Passe ich nur nicht rein.)
(03) Und ob.
(04) No Stagediving. War ja auch auf keinem Konzert.
(05) Stehlampe baue ich nächstes Jahr.
(06) Peru. Nein. Das leidige Thema Geld.
(07) Na ja. Wer hat keine Macke.
(08) Nein. Kommt 2006.
(09) Hat mir niemand geschenkt.
(10) Baum im weitesten Sinne: so ein Lichtbaum von Habitat.
(11) Äh. Verstehe ich nicht.
(12) Haha.
(13) Ja.
(14) Und noch mal ja.
(15) Mir verrät niemand mehr Geheimnisse. Also zählt das als „ja“.
(16) Ganz sicher nicht.
(17) Ja. Bin zufrieden.
(18) Werde ich nie lernen.
(19) Aber sicher.
(20) Kein Karaoke, aber Tanzen in Table Dance Bar.
(21) Ich hasse Knoblauch.
(22) Kein Sex im Wasser.
(23) Haha. Plus. Auf dem Konto.
(24) Nee. Keine Zeit.
(25) Siehe (24)
(26) Fast. Zumindest 2 Kaufangebote.
(27) Neuseeland.... (Siehe Peru.)
(28) Nein.
(29) Siehe (28).
(30) Siehe (29).
Beste Entscheidung:
Umzug in meine neue Wohnung.
Schlechteste Entscheidung:
Umzug in meine neue Wohnung.
Und Silvester 2004/05 erstmals allein zu verbringen.
Beste Anschaffung:
Alle. Sonst hätte ich sie nicht getätigt.
Dämlichste Anschaffung:
30 qm schwarze Mosaikfliesen.
Die teuerste Anschaffung?
Die neue Wohnung.
Anschaffung, die ich 2005 gerne getätigt hätte?
Das Bett im Hotelzimmer in einer der ersten Szenen von „Mr. & Mrs. Smith“, eine Weltreise, eine Leica Spiegelreflexkameraausrüstung.
Schönster Absturz:
Im "Wohnzimmer" (2x), in der Tabledance Bar (3x).
Schlimmster Absturz:
Sind sie nicht alle in gewisser Hinsicht schlimm am nächsten Tag?
Zugenommen oder abgenommen?
Zu. Falsches Thema.
Haare länger oder kürzer?
Länger.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Da ich ja gerade meine Kontaktlinsen den Ausfluss runtergespült habe und wieder zur Neuanpassung musste, wurde festgestellt, dass meine Augen um fast eine Dioptrie besser, also weniger kurzsichtig geworden sind.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, viel mehr als ich eingenommen habe.
Der hirnrissigste Plan?
Eigene Firma zu gründen.
Die gefährlichste Unternehmung?
Zur Zeit mit Sommerreifen rumzufahren.
Der beste Sex?
Immer mal wieder.
Das leckerste Essen?
In dem Restaurant in Lüttich.
Das beeindruckenste Buch?
Ich lese keine beeindruckenden Bücher, nur spannende, aber die habe ich nach der letzten Seite auch schon wieder vollkommen vergessen. (Da ich im Monat bis zu fünf Thriller verschlinge und es schon vorgekommen ist, dass ich Bücher doppelt
Der ergreifendste Film?
Fällt mir keiner ein. Schlechtes Kinojahr. (Also für mich, da ich so selten hingegangen bin.)
Die beste CD?
Vielleicht noch Madonna.
Das schönste Konzert?
War auf keinem. Aber nächstes Jahr fahre ich zu Robbie. (Nur wegen meiner Schwester. Als Geschenk.)
Die meiste Zeit verbracht mit...?
Mit dem Liebsten. (Und mir.)
Die schönste Zeit verbracht mit...?
Dito.
Mit wem hätte ich 2005 gerne getauscht?
Mit Brad Pitt oder Angelina. Egal. Ich wäre auch gerne beide zur gleichen Zeit gewesen.
Vorherrschender Gedanke 2005?
Ich habe keine Zeit, um geduldig zu sein, zu warten und alle Sachen zu machen, die ich mir vorgenommen habe.
2005 zum ersten Mal getan?
In Südamerika gewesen.
2005 nach langer Zeit wieder getan?
In Venedig gewesen.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
(1) Ein arroganter, ausschließlich von sich selbst eingenommener, ständig fordernder, des Dankes unfähiger Regisseur und ein ebensolcher Kunde während eines auf Grund von äusseren Einflüssen bedingt schwierigen Drehs.
(2) Das halbe Jahr Warten auf die Rückerstattung meiner Wohnungskaution.
(3) Die ständigen Erkältungen und dieses komische Brennen im Magen.
Drei Dinge, auf die ich 2005 nicht hätte verzichten mögen?
(1) Der Liebste.
(2) Der Job.
(3) Meine neue Wohnung.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Den Liebsten davon, dass analoge Fotografie im Vergleich zur digitalen besser, moralischer, schöner, befriedigender, aufregender ist, mehr Spaß und die Welt zu einem besseren Ort macht.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Eine Winterjacke für meinen Vater mit dem Aufdruck „Kläranlagenbau“ für die Gründung seiner eigenen Firma.
Oh. Wenn der Liebste das liest, wird er bestimmt gleich wieder unleidig, weil er sein Weihnachtsgeschenk noch nicht bekommen hat.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Geschenke sind großartig. Egal von wem und was.
(Mit Ausnahme der Flasche „Rotwein – Komposition aus verschiedenen Weinen der europäischen Gemeinschaft“, die mir meine Oma zu Weihnachten geschenkt hat. Von der Flasche bekam man schon beim Betrachten des Etikettes Kopfschmerzen.)
Schönster Moment in 2005?
An einem sonnigem Nachmittag mitten in der Woche in Berlin in einem weissen Plastikstuhl vor dem „Kakao“ zu sitzen, den weltbesten Kakao zu trinken, die Beine mit den Beinen eines fast fremden Herren verhakt und sich kennenlernen.
Schrecklichster Moment in 2005?
Mitten beim Dreh plötzlich merken, dass eine unglaublich teure Kette fehlt, welche eine wichtige Rolle in der folgenden Szene spielt. Sich daran erinnern, dass man sie mir zur sicheren Verfahrung anvertraut hat, sich nicht erinnern, wo man das sichere Versteck gefunden hat.
Erleichterndster Moment in 2005?
Nachdem man sich klammheilig per Taxi zum Hotel zurückgeschlichen hat, die bewusste Kette im Zimmersafe gefunden hat und ans Set zurückkehrt und niemand merkt, dass man oder die Kette weg war.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Guten Morgen, mein Ganzjahresadventskalender.“ Oder auch „Du bist wie ein Legostein.“
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung, da achte ich nicht drauf.
2005 war mit einem Wort … ?
Vielversprechend.
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